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BeitragVerfasst: 09.11.2005 - 18:18 
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Ganz langsam und auf alles gefasst sahen die beide sich um . Am Ende des Raumes war eine Tür und es schien als sei das Geräusch von dort gekommen !!
Die beiden sahen sich an und gingen vorsichtig auf die Tür zu . Zu ihrem erstaunen öffnete sie sich von alleine als die beiden näher traten .
Vor ihnen eröffnete sich ein ähnlicher Raum wie dieser nur war er viel kleiner gestaltet als den denn sie nun verlassen hatten .
Prächtige Bilder von Leuten die Sharie noch nie gesehen hatte schmückten die Seitenwände .
Ihnen gegenüber war eine Wand mit vielen Landschaftsbildern die den Beiden teilweise sehr bekannt vor kamen .

Thora , denkst du das selbe wie ich ??

Ich denke schon , Sharie . Alles Bilder von Welten . Welten die wir kennen und Welten von denen ich noch nie was gesehen habe .


Vorsichtig tastete die beiden sich vorwärts . Bei näherem Hinsehen konnten die beiden die Wüste erkennen in der eindeutig der Krater zu erkennen war . Auch der Dschungel zu dem sie zuvor noch gegangen waren , hatte seinen platz in der Mitte der Vielen Bilder gefunden .

Schau Sharie , siehst du das ??

Ja !!


Ein merkwürdiger Schein umgab das Bild an seiner Äußeren Kannte .
Jeweils in der rechten Ecke eines jedem erhellte sich ein Goldenes Wappen und Sharie erinnerte es an den Imager in der Gemeinde. Auch er leuchtete auf sobald man als Bewohner dort vor trat .

Die beiden sahen sich weiter um und erblickten Weltentücher die sie noch nie gesehen hatten. Es war alles da !! Von der Wüste bis zur Eislandschaft schien hier alles Vorhanden zu sein .

Sharie strich vorsichtig über den Stoff . Es war eine Arbeit die denen der Weltentücher sehr nahe kam . Kaum eine Unebenheit war zu spüren .
Die beiden erschraken fürchterlich als das Tuch an fing zu leuchten , genau so wie das wo sie sich gerade befanden .

Ich glaube das hier ist eine uralte Sammlung an Welten Links . Von hier aus kann man fast überall hin Reisen . Sprach Thora als wenn es das Normalste von der Welt wäre .

Klar alles ganz easy , Thora . Schon hundert mal gesehen .


Sharie griente bei dem Satz über beide Ohren und die beiden Lachten , wenn auch sehr leise .

Thora entdeckte auf einem Weltentuch einen Kleinen Punkt der ebenfalls neben dem Goldenen Emblem aufleuchtete .

Es war eine Art Wüstenwelt aber nicht ganz so trocken wie die, die sie kannten . Man konnte in der ferne Wälder erkennen und vor ihnen erblühten bunte Blumenwiesen . Ein Sichelmond stand über dem Berg der aus den Wäldern ragte und irgendwie passte das alles nicht zusammen in ein Bild .

Wen ich nur wüste was dieser Punkt hier zu bedeuten hat ?? grummelte Sharie vor sich hin . Sie hasste es wen sie nicht sofort erkannte zu was , was gut sei .

Fragend sahen sich die beiden an .

Schau Sharie , hier sind mehrere Punkte am leuchten , Merkwürdig !! Auch Thora schien dieses alles nicht ganz klar ein zu leuchten .

Abermals strich sie über das Goldene Emblem dieser merkwürdigen Wüstenwelt .Und was nun geschah war so Unglaublich das Sharie schon wieder nach Thoras Ärmel griff .

Genau in der Mitte des Kleinen Saales eröffnete sich eine Spalte . ....

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BeitragVerfasst: 12.11.2005 - 11:02 
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Im Gefängnis
Hitana verbrachte nun schon eine ganze Woche in dem Gefängnis. Der Zerstörer hatte sie öfter aufgesucht und immer wieder versucht mehr über sie herauszufinden. Sie hatte ihm nur in einer ihm fremden Sprache geantwortet, die sie einst auf der Erde gelernt hatte. Sie machte ihn damit wütend, aber töten oder foltern wollte er sie nicht, weil er wusste das sie zu wertvoll war. Insofern musste sie sich also vorerst keine Sorgen machen. Sie bekam dreimal am Tag ein einfaches, aber nahrhaftes Essen von einem der Bediensteten. Zu diesen Zeiten veränderte sich das Gitter zu dem Zimmer des Zerstörers wieder, so dass eine kleine Luke entstand, durch die ihr der Bedienstete das Essen reichte.

Wenn sie nicht gerade von dem Zerstörer beobachtet wurde, versuchte sie mit dem Bediensteten zu reden. Zuerst war er stumm geblieben und hatte erst zögernd angefangen ihre Fragen zu beantworten. Er wurde anscheinend von seinem Herrn so sehr unterdrückt, dass er unter ständiger Angst litt. Man erkannte dies an der Art wie er sich ständig mit gehetzten Blicken umsah und sich stets davor hütete seine eigene Meinung darzustellen. Nach einer Weile war aber trotzdem vieles aus ihm hervorgebrochen und ich konnte vollkommen verstehen wie er sich fühlen musste.

Es war unglaublich zu hören was der Zerstörer dem Volk, zu dem der Bedienstete gehörte, angetan hatte. Immer stärker wurde ihr bewusst zu welchen furchtbaren Taten die Menschen fähig waren und auch die D’ni, welche ihr zuerst als gutes Volk erschienen waren, hatten oft schlechte Taten vollbracht. Die Kunst war eine große Macht und viele glaubten, sie könnten die Welten welche sie geschrieben hatten, beherrschen und über sie verfügen wie sie wollten. Es war traurig zu welchen schlechten Dingen dies führen konnte. Anscheinend hatten auch alle Bemühungen der Lehrer oftmals nicht geholfen und viele Schreiber hatten die Welten, zu denen sie eine Verbindung aufgebaut hatten aufgesucht, um dort ihre finsteren Phantasien auszuleben. Wie sonst konnte man sich so grausame Methoden, wie die Tötung der Tiere von Laki erklären, welche nur geschehen war um die Gier nach den wertvollen Edelsteinen in ihren Körpern zu stillen? All diese Gedanken beschäftigten sie und sie nahm sich vor, überall dort wo Unrecht geschah einzugreifen. Dies würde sie wenn nötig tun, sobald sie hier herauskam. Bis dahin aber konnte sie nur warten...

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Nil tam difficile est, quin quaerendo investigari possiet

Hitana Mikoyan (SL) , Hitana Jadurian (GW)


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BeitragVerfasst: 13.11.2005 - 13:54 
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Bei Sharie und Thora…


„Thora…“ wisperte Sharie erschreckt und fixierte die kunstvollen Bodenmosaiken, die sich in der Mitte des Raumes mit einem leisen Summen langsam auseinander schoben. Ein kühler, reiner Luftzug drang gleich einem Hauch durch die entstandene dunkle Öffnung, aus der sich gleich darauf eine steinerne sechseckige, schlichte Säule erhob, auf dessen Podest eine ebenfalls sechseckige Platte aus einem unbekannten Material von zwei seitlichen metallisch schimmernden Klammern gehalten wurde. Als die Säule zum Stillstand kam, schoben sich die Bodenplatten nahtlos wieder zusammen. Es war nicht zu erkennen, ob die Säule überhaupt mit dem Boden Kontakt hatte.

„Sharie…, was haben wir hier nur in Gang gesetzt?“…murmelte Thora. „Die Überraschungen nehmen kein Ende!“ Sie musterte die Wände des seltsamen Raumes mit den zahlreichen Weltentüchern, welchen sie direkt neben der riesigen unterirdischen Halle entdeckt hatten und der sich wahrscheinlich durch die Aktivierung der rätselhaften Holographie an der Hallenkuppel plötzlich geöffnet hatte.

Thoras Blick verweilte auf dem Weltentuch mit dem Bild der fremden Landschaft, welches sie so leichtsinnig berührt hatten… ohne sich Gedanken darüber zu machen, was geschehen konnte. Als hätte dieses Linktuch…was es ja eindeutig war…ihren Blick gespürt, erloschen die leuchtenden verschlungenen Symbole an den Seiten langsam und unwiderruflich.

„Normal hätten wir dorthin kommen müssen, wenn wir es aktivieren…oder täusche ich mich, Thora? Stattdessen erhebt sich wie gerufen dieses Podest aus dem Boden.“ Langsam schritt Sharie darauf zu und betrachtete die kleine sechseckige Platte, in dessen Mitte ein grüner transparenter Stein in einer Vertiefung eingelassen war. Feine Linien auf seiner Oberfläche bildeten eine einfache Signatur.

„Alles hier ist sechseckig, Thora…der Grundriss dieses Raumes…die Säule…und nun auch die Platte!“ Vorsichtig berührte sie mit der Handfläche den Grünen Stein, der sich kalt und fremd anfühlte. Mit dem Fingernagel folge sie dem Verlauf der dünnen Linien und zuckte zurück, als die Metallklammern mit einem satten Geräusch die Platte freigaben.

„Vorsicht…Sharie“…rief Thora und zog die Freundin hastig einen Schritt zurück. Von der Umklammerung der metallenen Fesseln befreit, erhob sich die Platte unter dem Einfluss eines unbekannten Kraftfeldes langsam aus ihrer sechseckigen Vertiefung. Von einer irisierenden, grünlichen Lichtaureole umgeben, welche von dem Stein in der Mitte ausging, verharrte sie unbeweglich in einigen Zentimetern Höhe. Wie schon zuvor am Sockel der Statue in der großen Halle formten sich auch hier auf der leicht abgeschrägten Plattform der Säule aus zuvor unbedeutenden Kratzern im Material leuchtende Schriftzeichen zu einem Satz.

„Hell ist der Pfad zur Schatzkammer der Welten…“ formulierte Thora leise. „Schatzkammer der Welten…? Ja, das ist es…Sharie! Hier…dieser Raum ist damit gemeint! Wir sind in der Schatzkammer der Welten! Sieh dich um…wohin möchtest du reisen?“

Langsam schritt Thora die Reihe der Weltentücher ab. „Einige sind dabei, die wir nicht kennen! Hier…eine schroffe Bergwelt…und hier gibt es herrliche Palmenstrände…wahrscheinlich eine Insel…eine Eiswelt ist auch dabei…und schau…dort… eine düstere Landschaft mit einem eigenartigen Himmel und sogar einer Festung im Bild! Also…wohin wollen wir?“

„Ich möchte zuerst wissen, warum das Weltentuch, welches wir aktiviert haben, uns nicht weitergebracht hat…“ warf Sharie nachdenklich ein. Schnell ging sie darauf zu und strich mit den Händen darüber. „Meinst du, deine Theorie stimmt, Thora? Schau, es funktioniert nicht mehr…das Linktuch bleibt tot! Folglich können wir nirgendwohin reisen…“

Sie legte ihre Hand auf das nächste Tuch, welches eine hügelige Landschaft zeigte. Nichts…! Ratlos starten beide auf den leuchtenden Stein, der gleich einer unwiderstehlichen Verlockung in der Mitte des Raumes über der Säule schwebte.

Ein rumpelndes, ächzendes Geräusch aus der riesigen Halle ließ sie zusammenzucken. „Was ist denn nun schon wieder los?“ Sharie ging einige Schritte in die Halle hinein…doch hier hatte sich nichts geändert. Die phantastische Planetenholographie zierte immer noch das Kuppeldach.

„Es wird doch wohl nicht…ich muss nachsehen, Thora!“ Mit schnellen Schritten lief Sharie zur anderen Seite der Halle, von wo sie durch einen kleinen dunklen Gang gekommen waren…

Derweil bei Thora…

Unruhig umrundete Thora die sechseckige Säule. Vorsichtig schob sie ihre Hand in das grünliche Leuchten und ihre Finger umschlossen die kleine Platte, die sich mühelos von ihrem Platz entfernen lies. Sie war leicht… doch das Material sehr hart und fest. Einmal in ihrer Hand….erlosch das irisierende Leuchten des grüne Steines in der Mitte. Als sie das kunstvoll eingeritzte Muster nachzog, leuchte er wieder auf und für den Bruchteil einer Sekunde erfasste sie ein leichter Schwindel. Dann war es auch schon wieder vorbei und wiederum erlosch der Stein.

Einem inneren Zwang folgend trat sie vor das Weltentuch, welches Sharie zu Anfang bereits einmal aktiviert hatte. Immer wieder glitten ihre Hände über den festen Stoff…warum funktionierte es nun nicht mehr? Hatte etwa die erste Aktivierung lediglich den Mechanismus für die Säule mit der Platte freigegeben? Stand die Platte mit den Weltentüchern in enger Verbindung?

Kurz entschlossen hob sie die Platte und hielt sie einige Zentimeter vor das Weltentuch. Ein befriedigtes Lächeln glitt über ihre angespannten Züge, als das wappenähnliche Symbol auf dem Linktuch aufleuchtete. Doch was war das? War es nur der Schatten der rätselhaften Platte oder sah sie tatsächlich einen sechseckigen schwachen Umriss auf dem Weltentuch, der zuvor noch nicht zusehen gewesen war?

Ein warnendes Gefühl ließ sie für einen Moment den Atem anhalten… als sich an der glatten Wand direkt unterhalb des Linktuches wiederum sanft leuchtende Buchstaben langsam zu Silben formten.

Schaudernd las sie… „Beachte und fürchte die Zeit…sie trügt und ist Freund und Feind zugleich…“

Wo befanden sie sich hier? Was bedeutete dieser Satz? War dies eine Warnung? Eine plötzlich Unruhe erfasste sie…Sharie…wo war Sharie? Wo blieb sie nur so lange?

Mit einer heftigen abrupten Bewegung wandte sich Thora um…und presste dabei die Platte für den Bruchteil einer Sekunde auf das Linktuch… Die Erkenntnis der Folgen und der rätselhafte Schwindel waren die letzte Wahrnehmungen, die sie in der Schatzkammer der Welten empfand…dann stand sie auf einer wildüberwucherten weiten Wiese, an deren Rand sich eine dunkle Waldphalanx anschloss. Hinter dem Wald erhob sich eine ferne Bergkette, deren höchster Gipfel hinter einer undurchdringlichen Nebelwand verborgen war.

Die kleine roh zusammengezimmerte Blockhütte, die sich am Ende der Wiese direkt an den Waldrand schmiegte, registrierte Thora nur am Rand. Was hatte sie angerichtet? Sie musste mit der Platte das Tuch berührt und damit endgültig die Verbindung zu dieser fremden Welt hergestellt haben. Voller Panik dachte sie an Sharie, die sich nun allein in der Schatzkammer der Welten befand und ohne diese Platte kein einziges Tuch aktivieren konnte. Sie musste zurück…sofort! Nachdenklich wog sie die kleine Platte in ihrer Hand…damit musste es auch einen Rückweg geben.

Was hatten sie auf der Plattform der Säule gelesen? „Hell ist der Pfad zur Schatzkammer der Welten…“ Richtig! Nur so konnte es gehen! Hoffentlich hatte Sharie noch nicht bemerkt, dass sie, Thora für kurze Zeit verschwunden war. Sie warf einem letzten Blick auf die kleine Hütte…ob dort wohl jemand wohnte…? Doch das war jetzt unwichtig! Hastig fuhr sie mit dem Fingernagel wieder die feinen Linien auf dem grünen Stein nach. Erleichtert registrierte sie das beruhigende Leuchten und die unmittelbar darauf folgende Ortsversetzung zur Schatzkammer der Welten…

Derweil bei Sharie…

Fassungslos blickte Sharie dem Fahrstuhl hinterher, der majestätisch langsam in die Höhe rumpelte und bald ihren Blicken entschwand. Na, prima…dachte sie resigniert. Damit scheidet also diese Möglichkeit einer Rückkehr zur Oberfläche aus. Doch sicher würden sie über eines der vielen Weltentücher hier herauskommen, sofern sie das Rätsel der Platte lösen konnten. Schön wäre es auch, wenn sie irgendwann hierher zurückkehren konnten, um die anderen fremden Welten zu erforschen.

Als Sharie die Halle mit der riesenhaften Statue durchschritt und auf den hallenden Klang ihrer Schritte lauschte, deren Echo sich hohl an den Wänden brach, ergriff sie plötzliche Unruhe. Wie still es doch hier war…

Rasch betrat sie den kleinen Raum mit den Linktüchern. „Thora…es war der Fahr….Thora? Wo steckst du denn? Thooooraaaaaa!!!“ Ihre Stimme schallte durch die kleine Kammer…setzte sich fort in den riesigen Dom hinein…rollte an den Wänden entlang….wurde von der hohen Kuppel zurückgeschleudert…um langsam in dem weiten Rund zu verhallen… Die Platte von dem Sockel war fort und mit ihr Thora…

Thora…“ rief Sharie wieder, diesmal leise…denn sie spürte es…Thora war nicht mehr da!

In plötzlichem Zorn ballte Sharie die Fäuste… „Ich habe es gewusst…gewusst…immer gewusst…keine Sekunde darf ich sie aus den Augen lassen. Sofort macht sie Unsinn…“

So plötzlich, wie er gekommen war, verrauchte der Zorn jedoch wieder. Die nächste Emotion war Angst…was, wenn Thora nun etwas geschehen war? Wenn es keinen Weg zurück gab? Sie versuchte, ihr Multifunktionsarmband zu aktivieren…doch dieses zeigte keine Reaktion. Es konnte sein, dass diese Umgebung derartige Aktionen nicht zuließ.
Sie kommt zurück…dachte Sharie mit dem Mut der Verzweiflung. Sie findet einen Weg…sie lässt mich nicht hier versauern…sie wird kommen!! Ganz bestimmt!

Sie fuhr mit den Händen über alle Weltentücher…doch diese zeigten keine Reaktion. Verdammt…! Nach langen Minuten oder waren es Stunden umrundete sie in der großen Halle die riesige Statue. Wütend starrte sie hinauf zu dem fremden Gesicht…blickte es nicht höhnisch zu ihr hinunter?

Müde betrat sie wieder die kleine Schatzkammer der Welten. Ratlos blickte sie immer wieder auf die leere Säulenplattform. Sie hat die Platte mitgenommen …und ist auf und davon…einfach so…

„Thora…ich schwöre dir, wenn du wiederkommst…diesmal binde ich dich fest! Jawohl…dann hören deine Extratouren auf!“ Mit einem trockenen Schluchzen verstummte sie…

Eine Hand legte sich weich auf ihre Schulter. Sharie fuhr herum…“Thora…du…?“

„Sharie…beruhige dich…!“ Thora legte den Arm um Sharies nervös zuckende Schultern. „Ich war doch nur einige Minuten fort und ich weiß jetzt, wie wir weiterkommen. Und stell dir vor…in dieser Welt mit der Blumenwiese und dem Nebelberg habe ich eine Hütte entdeckt. Ich hatte keine Zeit, nachzusehen, ob dort jemand wohnt. Dafür war mein Gewissen viel zu schlecht, weil du hier allein zurückgeblieben bist.“

„Thora…das stimmt nicht! Du warst nicht nur einige Minuten weg….ich bin schon stundenlang durch diese Halle mit dem Klotz gelaufen und versuchte zu verstehen, dass du einfach nicht mehr hier warst.“

„Seltsam…wirklich seltsam, Sharie…! Doch ich war wirklich nur ganz kurz in der fremden Welt. Praktisch hin…zweimal umgesehen…dann die Linien auf der Platte berührt und schon war ich wieder hier. Wenn wir nun zusammen dorthin wollen, werden wir Körperkontakt halten. Das muss und wird funktionieren.“

Sharie seufzte und wagte ein vorsichtiges Lachen…“Meine Güte, war das ein Schreck! Weißt du, allein ist es hier ganz schön unheimlich. Hmm…ich habe nun noch wichtigen Stoff zum Nachdenken…!“

Über was…Sharie?“ fragte Thora gespannt…

„Darüber….wie ich dich am besten festbinden kann, damit du nicht ständig abhanden kommst.“

„Also eine Seilschaft bilden…“ lachte Thora.

„Ja…so was ähnliches…“

Diesmal hallte helles Lachen durch die bedrückende Stille der Halle…

„Komm…Sharie…lass uns nachsehen, wer oder was in der einladenden Blockhütte wohnt.“

Beide stellten sich vor dem entsprechenden Linktuch auf. Thora hielt mit einer Hand die Platte vor das Tuch und mit der anderen umklammerte sie Sharie.

„Alles klar…Sharie?“ Diese nickte zustimmend. „Alles klar…“

Mit einem schnellen Ruck drückte Thora die Platte auf den sechseckigen schattenhaften Umriss, der schwach auf dem Weltentuch zu sehen war und die Umgebung der Schatzkammer vertauschte sich mit einer blühenden Wiese, an deren Rand in Waldnähe sich eine einsame Blockhütte befand. Stumm standen Sharie und Thora beieinander und ließen die idyllische Szene auf sich wirken….


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BeitragVerfasst: 15.11.2005 - 14:37 
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Wo sind wir hier bloß wieder gelandet ??

Sharie sah Thora an und die beiden genossen erst mal den Blick der Umgebung .

Diese Wiese hätte ich als Kind gut gebrauchen können lächelte Sharie , und sah Thora dabei ins Gesicht .
Habe meiner Mutter täglich Blumen mit von der Schule mit gebracht und an manchen Tagen machte ich sogar Umwege um welche zu finden!!

Verrücktes Huhn du, das traue ich dir glatt zu. Hätte es mir ein fremder erzählt hätte ich es ihm sofort geglaubt .

Thora griff über Sharies Schulter Na dann wollen wir mal

Sie schlugen den Weg Richtung Hütte ein und beobachteten die Umgebung dabei sehr genau .
Der Berg im Hintergrund der kleinen Hütte schien etwas zu verbergen und sie fragten sich was es wohl sein könnte . Der Nebelring der ihn Umgab durfte eigentlich bei diesen Temparaturen gar nicht da sein .

Kurz vor der Hütte werden die beiden langsamer und immer aufmerksamer was in der Umgebung so passiert .

Die Hütte schien einfach zu sein und es sah so aus als wenn erst kürzlich daran gearbeitet wurde . Es war also jemand hier gewesen, oder war er es noch ??

Sehr Vorsichtig schiebt Sharie den Stein vor der Tür weg und öffnet diese langsam .........

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BeitragVerfasst: 16.11.2005 - 18:05 
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Langsam schwang die einfache Holztür nach innen auf…. Im dämmrigen Halbdunkel des kleinen Raumes schälten sich im Hintergrund die Umrisse einer mit großen Blättern abgedeckten Liegestatt heraus.

Der leichte Wind, der durch die geöffnete Tür strich, trieb einige welke Blätter auf dem Holzboden raschelnd vor sich her. Trockene Wärme und der Geruch von verbranntem Holz zeugten davon, dass sich noch vor kurzer Zeit jemand in diesem Raum aufgehalten hatte.

Sharie wischte mit einem Finger leicht über die morsche Holzplatte des kleinen, wackeligen Tischchens mit den abgestoßenen Kanten. „Thora…jemand hat erst vor kurzem hier Staub gewischt…der Tisch ist sauber. Wer wohnt hier nur?“

„Ich schätze, dass dieser Unbekannte irgendwann zurückkommen wird. Es gibt hier nicht viel, womit er uns seine Identität jetzt schon verrät, Sharie.“

Thora ging zu dem einzigen Fenster, dessen blinde Scheibe kaum noch einen Blick nach draußen gestattete. Mit dem Fuß stieß sie leicht gegen einen Krug, der mit einem scheppernden Geräusch gegen die Wand geschoben wurde.

„Thora…du hast etwas umgeworfen…man sieht auch kaum etwas hier drin…und dunkel wird es auch schon…komisch! Eben war es noch taghell und jetzt bald stockdunkel! Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe das dumpfe Gefühl, dass das irgendwie zu schnell geht, um normal zu sein!“

„Du hast recht…Sharie. Normal ist das nicht…“ Thora bückte sich und tastete nach dem umgeworfenen Krug…“hier stehen mehrere Krüge….Sharie...“

Sharie hatte inzwischen ihre Taschenlampe hervorgeholt. Mit vorgehaltener Hand, um den grellen Lichtstrahl zu dämpfen leuchtete sie auf drei Krüge, von denen einer mit Wasser gefüllt war. Die anderen beiden waren mit Deckel und zudem mit einer biegsamen Pflanzenfaser um wickelt. Sicher, um den Inhalt zu schützen…!

Vorsichtig löste Thora den seitlichen Knoten, öffnete das Band und hob den Deckel ab…

„Vertrocknete Pflanzen…Thora…die kenne ich…die habe ich schon einmal gesehen….“

„Licht aus…Sharie…Still….jemand kommt…ich spüre es…“

Mit angehaltenem Atem lauschten Sharie und Thora in die Dunkelheit…aus der sich nach kurzer Zeit zögernde Schritte dem noch offen stehenden Eingang näherten …


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BeitragVerfasst: 18.11.2005 - 11:55 
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Der Nebelberg......

Bald schon hat sie den Blickkontakt zu ihrem Häuschen verloren und streif im Wald herum, Beeren findet sie im Überfluss, andere Nahrung erweist sich schwieriger zu finden als sie dachte. Immer wieder versucht sie dem Sonnenlauf zu folgen, der hoch über den Wipfeln ins Blätterdach scheint.. Die Baumkronen wehen hin und her, eigenartige Formen des Lichtes und des Schattens tanzen auf dem laubigen Waldboden. Fasziniert beäugt sie dieses Schauspiel und merkt nicht wie sie immer weiter in den Wald geht. Weit vorne scheint das Licht etwas heller zu sein und vorsichtig begibt sie sich da hin um sich auf einer Waldlichtung wieder zu finden. Mitten auf dieser kleinen Lichtung steht ein eigenartiger Baum, etwas erhöht und bestückt mit blauen, faustgrossen Früchten. Die Blätter sind riesengross, gezackt und an jedem Blattzipfel hängen gekringelte feine Enden, die tropfend und langsam eine milchige Flüssigkeit von sich fallen lassen. Kein Gras wächst um diesen Baum herum, kein Moos, kein Stein, keine Blumen; einfach nur weisslich, gedünkte Erde und die lässt Cathy schlimmes erahnen.
Ein erschütterndes piepsen und krächzen, lässt sie erschauern und bald entdeckt Cathy ein Vogelähnliches Wesen, das sich auf diesem eigenartigen Boden nicht von der Stelle rühren kann und zittert wie Espenlaub. Vorsichtig nähert sie sich dem Tier und merkt bald das es ihr auch mühe bereitet auf diesem Boden zu gehen, den das milchige klebt wie verrückt am ihren Schuhen. Kein Wunder kann sich dieses Tier nicht von der Stelle rühren. Jämmerlich wimmert und schlägt es mit den verkümmerten Flügelchen um sich. Das Gefieder hat eine ockerne Farbe, mit smaragdgrünen Federspitzen. Der Schnabel ist ausgeprägt gebogen und abgestumpft, gelblich mit rötlichen Tupfen.
Es muss ein Jungtier sein, den der Flaum ist noch überwiegend und nur einzelne Federn schmücken den Vogel.

„Hab keine Angst, Vögelchen, ich helfe dir hier raus und werde dich von diesem klebrigen Etwas befreien .“ Am ganzen Leib zittert es und vorsichtig streckt Cathy ihre Hand aus, das Gewimmer nimmt kein Ende und hastig versucht das Tier auf die Seite zu rücken und fällt dabei vollends in das Klebrige. Mit viel Geduld und grosser Überwindung hält Cathy mit einer Hand ihm den Schnabel zu und versucht es aus seiner misslichen Lage zu befreien. Nach einigen vergeblichen versuchen gelang es Cathy doch noch, vorsichtig hob sie das Tier hoch und machte einige Schritte rückwärts. Ihre Intuition war richtig gewesen, denn wie aus heiterem Himmel begann der Baum sich aufzubäumen und peitschte mit den Ästen genau auf die Stelle wo vorhin das Vögelchen jämmerlich lag. Erschrocken presst sie das Tier fester an sich und begibt sich eilig an den Rand der Lichtung.

Die Sonne steht schon tief und durch die Wipfel der Bäume kann sie die erste Sichel des einen Mondes erkennen, bald wird es dunkel und eilig stapft sie ziemlich orientierungslos durch den Wald um nach Hause zu gehen. Die Dunkelheit schreitet schnell voran, irgendwann steht sie auf einem Pfad. Zu ihrer linken den Wald und zu ihrer rechten das Gestrüpp. Langsam dreht sie sich um und erblickt den Nebelberg. In weiter ferne nimmt sie ein schwaches Licht war und begibt sich vorsichtig in diese Richtung. Es gibt doch noch andere Lebewesen in diesem Zeitalter, die es fertig brachten Licht zu erzeugen. Darauf achtend, dem Vögelchen immer den Schnabel zu zuhalten schreitet sie vorsichtig dem schimmernden Licht entgegen.

Mit schrecken erkennt sie plötzlich die Umgebung wo ihr Häuschen steht, zitternd nimmt sie das Tier noch fester in die Arme und geht auf leisen Sohlen weiter. Unter ihren Füssen knackt und raschelt es, trotz ihrer Vorsicht und plötzlich ist das Licht im Haus aus. Man hat sie bemerkt! Noch leiser schleicht sie auf Zehenspitzen auf das Häuschen zu und versucht durch das Fensterchen ins innere zu spähen. Die Glut des Feuers erhellt nur sehr wenig und sie kann niemanden erkennen. Darauf bedacht kein Lärm zu erzeugen, nimmt sie vorsichtig ein Stück Holz darauf gewappnet dem Störenfried eins über die Rübe zu hauen, wenn er sich eigenartig verhalten sollte.

Mit zittriger aber lauter Stimme fragt sie: „ Hallo Fremder wer bist du ?“...............

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Ehe Du über andere Menschen urteilst, zieh Dir seine Schuhe an und lauf seinen Weg


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Sharie stockte der Atem als Thora das sagte .

Auch sie hörte dieses leise Knistern ,das wohl von langsamen Schritten her kam.
Sharie merkte wie sie immer kleiner wurde und schon Ausblick hielt nach einer Waffe . Wer war der Fremde und wie war er ihnen gesonnen ??

Die beiden sahen sich verwundert an als plötzlich die Stimme von Cathy zu hören war . Zwar sehr zart , was auf grund ihrer situation wohl zu verstehen war , aber doch eindeutig !!

Catthy ?? brach es aus Thora heraus , die sogleich aufstand und verstohlen um die Ecke sah .

Thora Sharie ?? Seit ihr das ??

Ja wir sinds !Sharie konnte es immer noch nicht fassen Mensch Cathy haben wir dich endlich wieder .

Sie wollten Cathy natürlich gleich drücken und bemerkte hier erst das sie etwas schützend in dem Arm hält .

Was hast du da?? Ist der kleine verletzt ??

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Cathy hielt ihren unverhofften Besuchern ihr leise wimmerndes Findelkind entgegen. „Wahrscheinlich ist es nicht verletzt, doch wir werden wohl erste Hilfe leisten müssen. Ich habe ihn unter einem Baum gefunden.“ Leise erzählte Cathy ihren aufmerksam lauschenden Zuhörerinnen, aus welcher misslichen Situation sie das kleine Wesen gerettet hatte.

„Also ein fleischfressender Baum, der durch die Absonderung dieser klebrigen Flüssigkeit dafür sorgt, dass seine Opfer nicht flüchten können. Für so ein schwaches Wesen ist das natürlich eine tödliche Falle…“ warf Sharie ein.

„Ich kenne ja fleischfressende Pflanzen…aber gleich ganze Bäume…“ Thora wiegte bedenklich den Kopf…“Das könnte auch für uns ins Auge gehen.“

Vorsichtig setzte Cathy das flaumige Bündel auf dem Tisch ab und strich mit dem Finger sanft über das zerzauste Köpfchen. „Sollst mal sehen, das bekommen wir schon wieder hin…“ sagte sie mit zärtlicher Stimme.

Sharie hatte inzwischen etwas Holz in die noch glimmende Asche der Feuerstelle nachgelegt und erwärmte in einem irdenen Henkeltopf etwas Wasser aus Cathys Vorräten. Prüfend tauchte sie den Finger hinein, damit es nicht zu heiß wurde. „Okay…so ist es gut…!“ Schnell trug sie den Topf zum Tisch, an dem Cathy auf dem einzigen wackligen Schemel saß und beruhigend auf das Tierchen einredete.

Thora holte aus ihrem Gepäck ein großes, sauberes Taschentuch hervor und tauchte es in das warme Wasser. Sanft, aber konzentriert säuberte sie das flaumige Vögelchen mit den wenigen, noch recht kurzen Federn von der weißen, fast blumig duftenden Substanz. Das klägliche Wimmern wurde seltener und verstummte schließlich ganz. In den dunklen Knopfaugen zeigte sich so etwas wie Interesse an der neuen, ungewohnten Umgebung.

„Hmm…ich schätze, das wird einmal ein großes Exemplar. Schaut Euch nur die kräftigen Zehen mit den langen Krallen an.“ Behutsam strich Thora über den noch federlosen Hals, wobei das kleine Wesen versuchte, mit dem Schnabel an ihren Fingern zu knabbern. „Ein lieber Kerl bist du…“ lachte sie. „Kopf und Schnabel sind auch schon sehr kraftvoll ausgebildet. Ein Prachtkerl wird das…wenn er denn durchkommt…“ schränkte sie ein.

Während Sharie den kleinen Gast vorsichtig trocken tupfte, was dieser sich mit sichtlichem Wohlbehagen gefallen ließ, holte Cathy aus ihren frisch gesammelten Vorräten einige Beeren hervor, spießte eine auf einen dünnen Ast und hielt sie ihrem Findelkind vor den Schnabel.

„Etwas anderes habe ich im Moment leider nicht, aber ich werde mich morgen, wenn es hell ist, umsehen, ob ich etwas Abwechslung in deinen Speiseplan bringen kann…“, sagte sie aufmunternd und ein zufriedenes Lächeln glitt über ihr Gesicht, als der kräftige Schnabel nach der Beere schnappte und sie gierig verschlang.

Zwischen den einzelnen Happen musterten die schwarzen Knopfaugen interessiert der Reihe nach die drei Forscherinnen und das kleine Wesen schien deren ungeteilte Aufmerksamkeit sichtlich zu genießen.

Doch irgendwann wurden die Äuglein kleiner und die wackligen Beine knickten ein. Müde sank das Köpfchen zur Seite und das erschöpfte Tierchen schlief augenblicklich ein. Cathy wickelte es vorsichtig in eine kurze Wolljacke aus ihrem Gepäck und bettete es auf das mit welken Blättern ausgepolsterte Lager.
„Na also… lassen wir ihn erst einmal schlafen…“ seufzte Sharie müde und gähnte verhalten. Sie zog ihren Rucksack heran, setzte sich in der Nähe des wärmenden Feuers mit dem Rücken zur Wand auf den Boden. Aus ihrem Gepäck zog sie die noch prall gefüllte Tasche mit den blauen, süßen Früchten hervor und stellte sie vor sich auf den Boden.

„Probiere mal, Cathy! Die haben wir gestern geerntet…“ sie lachte kurz…“unter recht dramatischen Umständen…“

„Hmm…lecker…“ murmelte Cathy anerkennend. „Aber ich habe auch was…“

Sie entleerte einen kleinen Beutel mit verschiedenen Beeren und kleinen Früchten in eine flache Schale und stellte sie ebenfalls auf den Boden.

„Na, damit ist das Abendessen gerettet…“ stellte Thora fest, hockte sich neben Sharie hin und lehnte sich entspannt zurück, um die tanzenden Flammen des kleinen Feuers zu beobachten. Müde lauschte sie dem munteren Geplauder der beiden Freunde, die sich gegenseitig die Erlebnisse der letzten Tage erzählten…

„Ja…Cathy…eine riesige Statue…und dann…“ warum sprachen sie nur so schnell?

Mühsam versuchte Thora, Cathy zu lauschen, die nun sprach…“ Nebelberg…eine Nachricht…nicht von euch….?“

Thora öffnete den Mund, um Cathy zu sagen...sprich doch langsam…doch Cathys Worte plätscherten ununterbrochen wie ein ferner Wasserfall an ihr vorbei…erst langsam…dann immer schneller…um sich schließlich in einen tosenden Wildwasserfluss zu verwandeln.

Erschreckt riss Thora die Augen auf und starrte auf Sharie und Cathy, die mit abgehackten Bewegungen wild gestikulierten. Keiner der beiden schien Thora mehr wahrzunehmen. Der Vergleich mit einem zu schnell gedrehten Film drängte sich auf. Sie rieb sich die schmerzenden Augen und öffnete sie wieder…der rasende Film lief weiter.

Die angeregte Unterhaltung der beiden Freunde hatte sich in eine Kette schriller Töne verwandelt, die ihren Ohren schmerzte und deren Bedeutung sie nicht verstand…


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BeitragVerfasst: 22.11.2005 - 11:35 
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Sie erzählten sich gegenseitig was sie alles erlebt hatten, wie Sharie auf Thora traf und wie Cathy die halbe Nacht auf Sharie wartete und darauf achtete ob sich die Dimensionsfalte wieder öffnete. Die Worte sprudelten wie verrückt aus ihrer beiden Munde und sie merkten erst viel später das Thora nichts mehr sagte.

Thora muss eingeschlafen sein, denn ihre Augen waren geschlossen, sie lehnte entspannt an der Holzwand der Hütte. Ihr einer Arm war leicht angelehnt an das kleine Wesen und die Hand krauelt im Schlaf das Vögelchen.

Die Nachricht die sie nicht entziffern konnte, Sharie schaut Cathy verdutzt an, ihr Blick wandelt verstohlen zu ihrer KI, ihre Arme rudern wie wild hin und her. „Ich habe keine Nachricht erhalten bis jetzt, eigenartig! Und du Thora?“

In Zeitlupentempo spricht Thora etwas nicht verständliches. „Was ist mit ihr los ?“ „Ach Thora spricht wohl im Schlaf.“ erwidert Sharie. Und beide erzählen weiter.

Cathy ist überglücklich, das Thora und Sharie sie gefunden hatten. Ihre Gedanken kreisen darum wie die beiden den Weg hier her gefunden hatten und wo genau wohl der Rückweg sein könnte. Es muss doch noch ein anderer Weg zurück geben, Cathy hat ihn bis jetzt nicht gefunden, aber sich auch nicht darum bemüht. Sie war zu beschäftigt gewesen dieses Häuschen in Schwung zu halten.

Die Nacht schritt rasant dahin, die zweite Mondsichel schimmert durch das matte Fensterglas und erhellt den Raum merkwürdig in ein anderes Licht.

Cathy gähnt verstohlen, denn auch sie hatte ein anstrengender Tag hinter sich. Eilig wirft sie noch ein weiteres Stück Holz in die Glut und kippt bald darauf um und schläft wie ein Murmeltier.

Der Duft von Beerensaft kitzelt sie in der Nase, die Augen mag sie noch gar nicht öffnen. Was ist wenn alles nur ein Traum war ?

Das Brasseln des Feuers und ein schepperndes Geräusch, lässt sie aber trotzdem aufschrecken.

„Guten Morgen Cathy, hast du gut geschlafen ?“ fragt Sharie. Blitzschnell schaut sie sich im Raum um und erkennt Sharie wie sie eben ein dampfender Topf vom Feuer nimmt und ihn zur Seite stellt.

„Och ich hab mit dem Rest der Beeren Saft gemacht, das wird eure müden Geister beleben. Thora schläft noch wie ein Murmeltier. Und gewischt hab ich auch schon. Da ist mir doch was in die Hände gefallen, dein eigenartiges Buch und dein Notizbuch unter der Laubliege versteckt“ schmunzelt Sharie.

„Eigenartig, Thora ist doch sonst immer eine Frühaufsteherin, nicht Sharie ?“ ihr Blick gleitet hinüber zu Thora die noch immer ihre Hand im Flaum des Tierchens festkrauelt. „Ja die Bücher brauche ich Sharie, ich darf sie auf keinen Fall liegen lassen.“ Ihre eigenen Worte scheinen ihr aus weiter ferne zu klingen.

„Thora, aufwachen frühstück ist fertig.“ schmunzelt Sharie und gibt Thora einen leichte Schups.

„Ja?“ dieses eine Wort ist lange dahingezogen und kaum verständlich.

„Habt ihr was zu euch genommen was ihr nicht kanntet ? Oder ist sie nur sehr müde ?“ besorgt schaut Cathy Thora ins Gesicht und wendet sich dann Sharie zu.....

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BeitragVerfasst: 26.11.2005 - 18:12 
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Mh kann mich nicht erinnern !! Alles was ich aß , hat sie auch gegessen !! Komisch !!

Thora saß immer noch da und wunderte sich wohl selbt über das was sie gerade von sich gegeben hatte .

Die drei standen da wie angewurzelt und irgentwie wusste keiner Rat .

Schon merkwürdig, es muss doch einen Grund haben das Thora die einzige war die dieses Phänomen hatte . warf Cathy nach längerem Schweigen in den Raum !!

Ja schon , aber nur was !! Wir haben das gleiche gegessen waren gemeinsam in dem Palast ,und dann sind wir gemeinsam ..Sharie stutzte .

Thora ist schon einma vor mir hier gewesen . Sie sagte es waren nur Augenblicke , aber für mich waren es Stunden . Ich dachte schon ich hätte sie verlohren !!
Sie kaund Erklärte mir was hier sei und als ich außer mir war as sie so lange weg war , konnte sie es nicht glauben


Aber wiso erst so spät eine Auswirkung der Geschehnisse?? Wiso konnte sie am abend noch normal mit uns reden ??
Und nun klingt es als wäre sie nicht in der gleichen Zeit??


Sharie , die Beeren !!Cathy griff zu der Schale die immer noch dort stand wo sie sie am Abend ab gestellt hatte.

Thora hat von meinen gegessen ,und wir beide aßen deine!!

Mh , das wäre möglich , aber welche von ihnen war es und gibt es ein Gegenmittel ?

Erst jetzt viel ihnen auf das der kleine Vogel ebenfalls noch neben Thora saß und nichts von sich gab !! Thoras Hand lag da und sie war wie versteinert . Sie schien selber zu grübeln was wohl geschehen war . Irgendwie war die ganze Geschichte nicht so klar . Sie ergab keinen Sinn .

Warte mal Sharie !!

Cathy ging aus der Tür und kam wenig später mit einer Kiste wieder !!

Die hatte ich hinters Haus gestellt , du weißt ja , meinen Chemie Kenntnisse waren nie die besten !

Da hast du leider recht Cathy , denk nur mal daran wie es war als du im Unterricht die beiden Supstanzen mischen solltest .PENG und eine riesen Rauchwolke streifte durch das Labor . Drei Tage lang durfte keiner den Raum betretten und das nur weil du die Fläschchen vertauscht hast


Selbst Thora schien dieses verstanden zu haben den alle drei kicherten wobei es sich bei Thora schon etwas merkwürdig klang!!

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BeitragVerfasst: 30.11.2005 - 17:28 
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Thoras Gedanken überschlugen sich…was geschah hier? In welchem rätselhaften Geschehen hatten sie sich hier verstrickt? Ein Gedanke wurde greifbar und kristallisierte sich heraus…

„Beachte und fürchte die Zeit…sie trügt und ist Freund und Feind zugleich.“

Hatten Sharie und sie, Thora, nicht diese Worte unter dem aktivierten Weltentuch in der Schatzkammer der Welten gelesen, bevor sie hierher kamen…in diese seltsame Welt mit dem geheimnisvollen Nebelberg, in der sie überraschend auf Cathy, eine lange vermisste Forscherin getroffen waren.?

Thora verfolgte mit den Augen die schnellen, zeitrafferähnlichen Bewegungen der beiden Freunde, die sich in hektischer Betriebsamkeit befanden. Einmal beugte sich Sharie zu Thora herunter…wieder zurück, um sich anschließend so rasch durch die Hütte zu bewegen, dass Thora ihr mit Blicken kaum folgen konnte.

Cathy und Sharie diskutierten miteinander…dann verschwand Cathy, um gleich darauf schon wieder präsent zu sein. In der Folge hantierten beide mit irgendetwas, was Thora in der rasenden Bildfolge nicht erkennen konnte.

Erschöpft schloss Thora die Augen. Sie fühlte sich ausgelaugt und als Zuschauerin wider Willen eines denkbar schlecht gedrehten Filmes. Das Gefühl einer drohenden, unbekannten Gefahr, in der sie sich alle drei befanden, verstärkte sich beständig.

Der kleine Winzling in ihrer Hand bewegte sich und schlug mit den Flügeln. Der kräftige Schnabel öffnete und schloss sich und die klugen, dunklen Augen ruhten vertrauensvoll und aufmerksam auf ihrem ratlosen Gesicht. Sanft streichelte sie ihn…ohne Zweifel befand sich der kleine Vogel in dem gleichen Zeitfeld wie sie.

Zeitfeld?? War dies ein Phänomen, was nur sie und das Tierchen betraf? Und wenn, wie groß war dieses Feld? Ohne Zweifel galt für Cathy und Sharie ein anderer Zeitablauf. Doch welcher war normal? Der, in dem sich die beiden Freunde in rastloser Beschäftigung befanden oder ihrer, den sie persönlich noch als absolut normal empfand!

Langsam stand sie auf und tastete nach ihrem Rucksack, der neben ihr an der Wand lehnte. Also war sie in der Lage, alle Gegenstände in ihrer Reichweite normal zu greifen. Sie atmete tief ein und versuchte, den kleinen Tisch anzusteuern, an dem die Freunde eifrig hantierten, ohne auf Thora zu achten.

Doch warum fiel ihr das Atmen plötzlich so schwer…mühsam hob sie den Fuß…er schien Zentner zu wiegen. Die umgebende Luft hatte sich in einen dicken, zähen Brei verwandelt, in dem sie sich nicht vorwärts bewegen konnte. Sie öffnete den Mund…Cathy…Sharie…wollte sie rufen, doch die Zunge war bleischwer und kein Wort drang über ihre Lippen. Wieder versuchte sie zu laufen, doch der zähe Brei fesselte ihre Füße wie saugender Schlamm, in den sie langsam, aber sicher versank.

Ihr kleiner Schützling hatte sich zu ihrem Jackenkragen hochgehangelt und rang mit geöffnetem Schnabel nach Luft. Die starken Krallen der kräftigen Füße klammerten sich durch den Stoff der Jacke schmerzhaft in ihre Haut. Ohne Zweifel litt er unter den gleichen unangenehmen Erscheinungen wie sie.

Sharie wandte sich ihr zu und eine kurze, hohe Tonfolge drang aus ihrem Mund. Panik erfasste Thora…verging die Zeit für die Freunde zu schnell, oder für sie, Thora zu langsam? Welches Geheimnis umgab diese Welt? Wer hatte sie manipuliert und wer spielte mit ihr und den Freunden? „Die Zeit…sie ist Freund und Feind zugleich“…so stand es in der Schatzkammer geschrieben.

Sharie hatte sich wieder Cathy zugewendet, die auf dem Tisch mit Reagenzgläsern und verschiedenen Flüssigkeiten arbeitete. Dazwischen lagen aufgeschnittene Früchte. Cathy…wollte Thora rufen, es ist die Zeit…sie narrt und trügt… doch ihre Stimme gehorchte ihr nicht.

Das Atmen fiel ihr immer schwerer, grelle Blitze zuckten vor ihren Augen. Der Kopf des kleinen, ihr anvertrauten Wesens, wankte gequält hin und her. Mit dem letzten Rest ihres Verstandes formte sich ein Gedanke in ihrem Kopf…sie musste fort von hier…nur fort…wohin auch immer!

Die Platte zur Schatzkammer…Bleigewichte lasteten auf ihrem Brustkorb, als sie mit fast übermenschlicher Anstrengung die kleine Metallplatte aus der Innentasche ihrer Jacke zog. Ohne bewusst über ihr Tun nachzudenken, zog sie verzweifelt die filigranen Linien auf der Platte nach. Das Aufleuchten des Symbols registrierte ihr gemartertes Hirn mit ungeheurer Erleichterung. Dann verschwamm die Umgebung und machte den rettenden Umrissen der Schatzkammer Platz, die tief unter der Oberfläche einer fremden Welt ihrer Enträtselung harrte.

Erschöpft und zitternd sank sie zu Boden…eine Hand schützend über das kleine, nun stille Wesen gelegt, welches sich mit geschlossenen Augen an ihren Halsausschnitt schmiegte. Lange Zeit gab es nichts als das gleichmäßige tiefe Atmen der beiden Wesen und kein Geräusch störte die vollkommene Stille der geheimnisvollen Unterwelt.

Als das Vögelchen sich bewegte, hob Thora langsam den Kopf und streichelte es wieder beruhigend. „Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie bist du seit gestern gewachsen. Jedenfalls siehst du trotz der Aufregung gut aus. Ich glaube, ich werde dich Corac nennen.“ Nachdenklich betrachtete sie die Flügel, mit denen er nun heftig schlug und dabei mit dem kurzen, kräftigen Hals wippte.

„Doch womit soll ich dich nun füttern? Im Moment habe ich nichts und mein Gepäck ist bei Cathy.“

Gedankenvoll starrte sie in die beruhigende Dunkelheit, die nur von einigen sanften, bläulichen Lichtinseln durchbrochen wurde, deren Quelle sich in der riesigen Halle mit der Statue befand. Keine Frage…sie musste so bald wie möglich zurück…unter Umständen trat das Phänomen, welches sie erlebt hatte, nicht immer auf. Doch wie schnell verging die Zeit nun für Cathy und Sharie? Würde sie diese bei der Rückkehr zur Nebelwelt überhaupt noch antreffen?

Denn diese Welt mit dem Nebelberg umgab ein trügerisches Geheimnis! Sollten Besucher durch die Zeitfallen von etwas Bestimmtem abgelenkt werden? Und welches Geheimnis verbarg sich hier…in dieser rätselhaften Unterwelt? Das waren nun schon zwei Mysteriums, die ihrer Entdeckung harrten…dachte sie seufzend. Waren etwa alle Welten, die man von der Schatzkammer aus besuchen konnte, in ein gemeinsames Rätsel verwoben?

„Koraaaaahhh…“ schrillte es plötzlich laut an ihrem Ohr.

Corac…was sollte sie mit ihm tun? Er brauchte Nahrung und er hatte ganz offensichtlich in der Zeitfalle noch mehr gelitten als sie. Schließlich war er noch ein Kind und sie war sich nicht sicher, ob er sich in seiner Heimatwelt aufgrund seiner Jugend allein behaupten konnte. Hätte Cathy ihn nicht mitgenommen, wäre sein Schicksal schon längst besiegelt gewesen, da er die Gefahren, die auf ihn lauerten, wohl nicht einschätzen konnte. Sicher benötigte er auch Lebendfutter…das hieß…Würmer…Insekten und vielleicht auch kleine Tiere. Sie musterte den hakenförmigen Schnabel und die fast schon intelligent dreinschauenden Knopfaugen. Mit Sicherheit wurde das einmal ein großer stolzer Raubvogel.

In welcher Welt konnte er wohl am besten überleben? Feucht musste sie sein, das versprach ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Und natürlich ohne Fleischfressende Bäume…dachte sie amüsiert.

„Koraaaahhh….raaahhh…“

„Ja…Ja…ich weiß…du hast Hunger! Und ich auch…“, fügte sie ironisch hinzu. „Ich habe gar nichts mehr, außer dem, was ich am Leib trage.“

Sie stand auf und studierte die verschiedenen Weltentücher. Welche Welt war nun für Coracs Speiseplan am besten geeignet? Denn zunächst benötigte er dringend Nahrung. Mit einem vor Hunger schreienden Vogel wollte sie nicht zurück zu den Freunden. Denn sie musste damit rechnen, erneut in Schwierigkeiten zu geraten und dann konnte ein unleidlicher und hungriger Corac die Lage zusätzlich komplizieren

„Steiniger Strand…dichter Wald…Wüste…vereiste Ebenen…alles nicht richtig.“

Ihr Blick heftete sich auf das Bild der Festung in einer moorigen Feuchtlandschaft. Dort würde es für Corac gewiss etwas geben. Die wenig einladende Festung wollte und musste sie ignorieren, obwohl sie etwas Geheimnisvolles ausstrahlte. .

„Komm, kleiner Corac…du bekommst deine Würmer! Und dann sehen wir weiter…!“

Entschlossen drückte sie die Metallplatte auf das Bild der düsteren Festungswelt und stand im gleichen Moment auf einem weichen, schlammigen Untergrund, über dem dünne Nebelschleier träge waberten. Nur vereinzelt lugten die Spitzen von niedrigen Pflanzen aus den grauweißen Schwaden.

Die düstere Landschaft lag im Zwielicht unter einem bleigrauen Himmel. Ein leichter Wind hatte am Horizont eine Wolkenwand beiseite geschoben. Die gerade aufgehende Sonne ließ die Ränder der grauen Wolken in sanften Farben erstrahlen und tauchte die trutzige schlossartige Festung, deren Fenster allesamt hell erleuchtet waren, in ein unwirkliches magisches Licht…


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BeitragVerfasst: 09.12.2005 - 16:13 
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Emsig standen die beiden dort und beobachteten die reaktionen die passierten als sie das eine mit dem anderen mischten .
Es schiehn so als würde nix aufregendes passieren und selbst Sharie war unklar was hier geschehen war .
Irgent etwas musste doch diese zwei Phasen Situation verursacht haben!?

Verflucht und zu genäht schimpfte Sharie über sich selber Es muss doch etwas geben was die Situation erklärt .

Sharie , Sharriiee schau , Thora !!

Sie drehte sich um und sah wie Thora was auf diese Platte malte die sie gemeinsam gefunden hatten. Noch bevor die beiden reagieren konnten war sie verschwunden und mit ihr dieser Vogel !!

Das kann doch nicht war sein !!Sie hat es schon wieder getan. Sie hat mich , ähh ich meinte uns , hier einfach zurück gelassen

Sharie ging zu dem Platz an dem Thora gerade noch gesessen hatte.

Vieleicht konnte sie nicht anders , Sharie. Vieleicht wusste sie was zu tun ist und konnte uns nicht informieren . Ich meine sie schien irgent wie nicht hier zu sein ob wohl sie es war .

Die beiden sahen sich kurz an und Sharie verließ das Häuschen um direkt danach einen Schrei aus zu rufen das selbst die Bahro Angst bekommen hätten .


Ahhhhhhhhhhhhklang es durch die ganze Umgebung und die Vögel flatterten lauthals davon .

Sharieee ??

Sharie drehte sich zu Cathy ,setzte ihr lächeln wieder auf und sagte :

Sorry das musste sein

Die beiden kicherten kurz. Zwar war ihnen nicht zum lachen aber diese Sache war einfach zu komisch . Cathy wusste das Sharie auch anderes konnte als jedem immer nur freundlich gegenüber zu treten , aber so was hatte sie noch nie mit erlebt .
Sie hatten die letzten Tage so viel erlebt ,was wohl zu dieser Schrei Atacke geführt hatte.

Wo konnte sie nur hin gegangen sein , Sharie ? Meinst du sie ist zurück in Raum von wo aus ihr gekommen seid ??

Gut Möglich ! Ich hoffe nur sie ist gut dort angekommen . Die frage ist aber , wie kommen wir dort hin ??

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BeitragVerfasst: 10.12.2005 - 11:17 
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Hitana träumte. Sie sah eine undeutliche Gestalt, die irgendwo in der Moorlandschaft herumlief und mit einem kleinen Wesen sprach. Dann sah sie eine unbekannte Landschaft mit einem nebelverhangenen Berg und einer kleinen Hütte im Tal, in der sich zwei weitere undeutliche Gestalten befanden und über irgendetwas redeten.
Dann wachte sie auf und sah wieder die dunkle Zelle. Wer waren diese Gestalten gewesen? War jemand hier in dieser Welt? Sie wusste nicht, ob sie so etwas wie die Gabe der Vorsehung besaß, aber irgendwie hatte sie das Gefühl als ob ihre Rettung nicht mehr fern war. Sie war jetzt schon fast einen Monat hier und hatte inzwischen grauenvolle Dinge ertragen müssen. Sie war nicht körperlich gefoltert worden, sondern geistig. Der böse Schreiber, der übrigens Reynam hieß, hatte sie dazu gezwungen bei seinen Untersuchungen der Bediensteten, die zum Volk der Fortam gehörten, zuzusehen. Diese waren grausam gequält worden und sie hätte beinahe angefangen zu reden, wenn Voranu nicht gesagt hätte das dies alles nur schlimmer machen würde.
Ich hatte ihn gefragt warum dies denn so sei und er hatte gesagt: „Bei meinem Volk gibt es ein Buch der Prophezeiungen. Es hat angekündigt, dass jemand wie Reynam kommen würde, aber wir haben nicht an die Prophezeiungen geglaubt. Wir sind ein sehr mächtiges Volk und deswegen versucht er uns unsere Macht zu entlocken. Wir haben zum Beispiel ein Buch entwickelt, mit dem man mehrere Welten in denen unser Volk sich angesiedelt hat, verändern kann. Unsere Welt ist nämlich nicht sehr schön und das Leben dort war nie sehr einfach. Mithilfe des Buches der Änderungen, wie wir es nannten, haben wir unsere Welt verbessert. Nur die Klügsten unseres Volkes durften es benutzen, aber leider haben sich auch andere daran vergriffen, die weniger Ahnung hatten und unsere Welt in ernste Gefahren gebracht. Deswegen haben wir uns entschieden, die Seiten mit den Welten herauszunehmen, sie in verschiedensten Welten zu verteilen und dort sicher unterzubringen. Sie wurden durch viele Schutzvorrichtungen gesichert, die man nur öffnen kann, wenn man einige schwierige Rätsel löst. Das Buch selbst haben wir ebenfalls sehr sicher versteckt. Es funktioniert nur, wenn alle Seiten da sind. Gerade nachdem wir das getan hatten, ist Reynam aufgetaucht und hat erst einmal so getan als wollte er uns in unserer Misere helfen. Er hat unser Volk studiert und so von dem Buch der Änderungen und den Prophezeiungen erfahren. Irgendwann hat er uns dann gezwungen seine Diener zu werden, indem er uns gedroht hat unsere Welten durch eine falsche Anwendung der Kunst zu zerstören und wir haben uns ihm gebeugt. Wir hatten nicht die Macht gegen ihn anzugehen. Dann hat er angefangen uns zu untersuchen, um herauszufinden, wie wir unsere Macht benutzten und wie er sie sich zu Nutze machen konnte. Doch da wir unsere Macht nur durch unseren Willen auslösen können, hat er es bisher nicht geschafft uns etwas zu entlocken. Er hat es so gut wie aufgegeben, aber er sucht nach den Seiten des Buches und hat auch schon einige gefunden. Wir hätten nicht gedacht, dass jemand unsere Rätsel knacken könnte, aber leider war es so. Ach, wir hätten das Buch schon damals vollständig zerstören sollen, aber wir wollten die Möglichkeit behalten, etwas ändern zu können! Aber jetzt sehe ich eine Möglichkeit, wie alles wieder gut werden kann. Seitdem Reynam bei uns ist, hoffen wir darauf das eine andere Prophezeiung war wird. Eines Tages, so sagt sie, wird eine Frau kommen und gegen Reynam antreten, ihn besiegen und unser Volk retten. Und dann kamst du, Hitana. Du kannst dir vorstellen, was ich mir für Hoffnungen mache, seitdem du hier bist und erklärt hast du würdest für uns kämpfen. Doch auch Reynam weiß von dieser Prophezeiung und er vermutet ebenfalls, dass du diese Frau bist. Doch obwohl du in diesem Fall eine Gefahr für ihn darstellst, kann er dich nicht töten, weil er weiß das du ebenfalls große Kräfte besitzt, die er gebrauchen kann. Dein Wille ist stark und muss es auch weiterhin bleiben. Ich weiß, dass du es nicht aushalten kannst, wie mein Volk leidet und ich kann es auch nicht sehen, aber wenn der Preis für dein Schweigen einige Tote sind dann sind sie als Märtyrer gestorben, in dem Wissen das du unser Volk eines Tages retten wirst! Sobald du hier heraus bist, musst du dich auf die Suche nach den restlichen Seiten machen und dem Buch machen, um Reynam daran zu hindern, unsere Welten zu zerstören, weil er sich an uns rächen will da wir so ungehorsam waren und seine Versuche an unsere Macht heranzukommen absichtlich haben scheitern lassen. Du bist unsere Rettung, daran glaube ich fest!“

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Nil tam difficile est, quin quaerendo investigari possiet

Hitana Mikoyan (SL) , Hitana Jadurian (GW)


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BeitragVerfasst: 11.12.2005 - 19:11 
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Derweil in der moorigen Festungswelt…

Tief atmete Thora die frische, kühle Luft ein. Die gelbrote Sonne am Horizont stieg in einem niedrigen Bogen langsam höher und überzog den flachen Bodennebel mit einem rosafarbenen Schimmer. Der mit dem Sonnenaufgang mitunter böig auflebende Wind schob die graue Wolkenwand beständig zur Seite, um der Sonne und dem Licht Platz zu schaffen.

Alles deutete auf einen schönen Tag hin. In dieser Welt schien es keine kräftigen, auffälligen Farben zu geben. Ein zartblauer Himmel, vom Sonnenlicht hellrosa angestrahlte Wolken, ein hellgrüner Pflanzenteppich, in dem die verstreuten winzige Farbtupfer der kleinen Blütenstauden für Abwechslung sorgten. Die farbigen Blütenköpfe ragten aus den hellgrauen Nebelschwaden hervor, die sich aber im fortschreitenden Tageslicht langsam verflüchtigten.

Das leicht hügelige Gelände um das trutzige Gebäude bestand ausnahmslos aus weiten Wiesen, die in regelmäßigen Abständen von halbhohen dichten Hecken umsäumt wurden. In der Nähe musste sich eine Steilküste befinden, denn das Donnern einer heftigen Brandung war deutlich zu vernehmen. Über den dichten Hecken kreiste eine Unmenge von Vögeln, die in dem schützenden Gestrüpp wahrscheinlich ihre Nester gebaut hatten.

Die Festung war bewohnt, das stand zweifelsfrei fest, doch deshalb war sie nicht hierher gekommen. Eine unerklärliche Scheu hielt Thora davon ab, sich näher mit diesem düster wirkenden Schloss zu befassen. Instinktiv benutzte sie deshalb auf ihrem Weg zur Steilküste die dichten Hecken als Deckung.

Das gischtende Donnern von Wasser wurde lauter und als das Gelände plötzlich steil abfiel, konnte sie tief unter sich eine von hohen Felsen umschlossene Sandbucht erkennen. Die Wellen des im frühen Morgenlicht golden leuchtenden Meeres brachen sich in regelmäßigen Abständen brausend an den Felsen.

Corac bewegte sich heftig in ihrem Arm und begann mit seinem Schnabel unwillig um sich zu hacken. Dabei schlug er kräftig mit den Flügeln. „Koooorrrraaaaahhhh……“

„Aber du kannst doch noch gar nicht fliegen…“ schimpfte Thora. Ihre Blicke verfolgten die riesigen, dunklen Vögel, die sich hoch über der Bucht mit den Flügeln rüttelnd in der Luft hielten. Krrooooaaaahhhsss….Krrraaaahhhh…..gellten ihre tiefen heiseren Schreie gegen den Wind und der wilden Brandung.

Corac zappelte so heftig, dass sie ihn nicht mehr halten konnte. Vorsichtig setzte sie ihn nahe der Steilklippe ins Gras. Wieder schlug er mit den Flügeln und tänzelte an der Abbruchkante aufgeregt hin und her. In die riesigen Greifvögel hoch in der Luft kam Bewegung. Ihre auffordernden Schreie ließen Corac immer unruhiger an der Klippe entlanglaufen.

Ohne Vorwarnung stürzte er sich plötzlich mit ausgebreiteten Flügeln in die Tiefe. Erschrocken sah Thora hinterher. Corac fiel zunächst wie ein Stein…dann jedoch schaffte er es, in einem schon fast eleganten Gleitflug überzugehen, wobei die großen Raubvögel seine emsigen Bemühungen mit lauten Rufen und akrobatischen Flugkünsten kommentierten. Als Corac etwas unsanft auf dem sandigen Boden landete, hüpften die riesigen Vögel sogleich in seine Nähe, um ihn neugierig zu beäugen. Mit seinem Hakenschnabel grub einer der Vögel im feuchten Schlick und zog ein zappelndes Etwas heraus, welches er Corac hinhielt, der nach kurzem Zögern gierig danach schnappte.

Erleichtert betrachtete Thora das rührende Schauspiel, welches sich vor ihren Augen tief unter der steilen Klippe abspielte. Corac war offensichtlich adoptiert worden. Die großen Altvögel hatten ihn als ihresgleichen angenommen und würden ihn lehren, sich in der neuen Umgebung zu behaupten. Wie würde Corac aussehen, wenn er ausgewachsen war? Vielleicht so ähnlich wie die Altvögel? Doch wie auch immer…eines stand fest…um Corac brauchten sie sich keine Sorgen mehr zu machen. Er war inzwischen von den großen Vögeln regelrecht umzingelt und hatte ein reichhaltiges Frühstücksmenü aufgetischt bekommen, wovon er sich eifrig bediente.

Als der Pulk der Altvögel sich nach einiger Zeit etwas lichtete, sah sie Corac satt und zufrieden im Sand sitzen…um sich die Reste seiner Mahlzeit. Er schlug laut krächzend mit den Flügeln, bevor er startete und sich nach einigen Laufschritten in die Luft erhob. Und wieder waren seine Adoptiveltern zur Stelle…schoben sich in der Luft an seine Seite…flogen in gemächlichem Tempo unter ihm hinweg. Immer höher…der Sonne entgegen und weit über das tobende Meer hinaus. Keine Frage…Corac war glücklich und damit war ihre Aufgabe, weswegen sie hergekommen war, beendet.

Sie musste nun schnellstmöglich zurück zu den Freunden, die sich sicher die größten Sorgen um sie machten. Bevor sie die Linien auf der Linkplatte nachzog, um über die Schatzkammer wieder zu Cathy und Sharie zu gelangen, sah sie noch einmal zur Festung hinüber, in deren Fensterscheiben sich nun die Sonne spiegelte. Thora hob schützend die Hand über die Augen, um besser sehen zu können.

Vom Weg, der hinter der Festung ins Land hineinführte, bewegte sich eine Gruppe von lachenden und schwatzenden Menschen auf das Eingangstor zu. Es waren in der Hauptsache Kinder, die von einigen weiblichen Erwachsenen begleitet wurden. Auf dem Rücken trugen alle einen kleinen Rucksack, der wohl Proviant enthielt. Vielleicht kamen sie von einem morgendlichen Ausflug zurück! Oberhalb des Eingangs öffnete sich ein Fenster und zwei Menschen winkten den Ankömmlingen zu. Der Wind trug die fröhlichen Stimmen zu Thora hinüber…lächelnd sah sie zu, wie die eifrig schnatternde Schar in dem geöffneten Eingang verschwand. Dann war außer dem Schreien der Sturmvögel und dem Donnern der Brandung wieder alles ruhig.

Familienbande…seufzte sie und dachte kurz an ihren Vater…ob er wohl schon wieder in der Stadt war? Doch sofort schob sie die fruchtlosen Gedanken beiseite, denn im Moment gab es andere Probleme. Wenn sie sich nun zur Festung begab, würde sie bei so vielen fröhlichen Menschen sicherlich so schnell nicht mehr fortkommen. Sie zuckte die Schultern…ihre Sorge um die Freunde, die sie bei ihrer Flucht allein zurückgelassen hatte, war größer als alles andere.

Sie zog die Metallplatte aus der Innentasche hervor. Schnell zog sie das Symbol nach, was sofort aufleuchtete und die Umgebung der Feuchtlandschaft wich der diffusen Dunkelheit der Weltenschatzkammer. Doch etwas war seit ihrem letzten Besuch anders…sie registrierte es sofort. Dann sah sie es…die Säule, von der Sharie und sie die Metallplatte genommen hatten, war fort. Wahrscheinlich hatte sie sich automatisch nach einiger Zeit wieder in den Boden gesenkt.

Sie schritt zum Weltentuch, welches die Berge hinter Cathys Hütte zeigte und an dessen Rand sich ein kleines wappenähnliches Symbol befand. Hatte Sharie nicht damals dieses Symbol berührt und hatte sich nicht erst daraufhin die Säule mit der Metallplatte aus dem Boden erhoben? Konnte sie dies noch einmal wiederholen? Ein Versuch konnte nicht schaden…sie strich noch einmal über das Symbol und wieder erklang das leise Singen der sich öffnenden Bodenmosaiken.

Thora drehte sich um und beobachtete die Säule, die sich neuerlich aus der entstandenen Öffnung erhob. Doch es war eine andere Säule und auch die Bodenplatten hatten sich an einer anderen Stelle geöffnet als beim letzten Mal. Doch die leuchtende grünliche Aura, in der eine Metallplatte ruhte, war die gleiche. Es gab also zwei Platten…wahrscheinlich hätten Sharie und sie es geschafft, gleich beide Platten zu finden und mitzunehmen, wenn sie sich etwas intensiver mit diesem Raum beschäftigt hätten. Thora griff in das grünliche Licht und zog die Platte heraus. Nun konnte sie gleich ausprobieren, ob diese auch funktionierte und sie an das richtige Ziel führte.

Sinnend betrachtete sie die idyllische Szene mit dem von undurchdringlichem Nebel eingehüllten Berg…bevor sie die neu gefundene Platte auf das Bild drückte und gleich darauf am Ende der ausgedehnten Wiese direkt am Waldrand Cathys Hütte zu sehen. Von den Freunden gab es keine Spur….Prüfend sog Thora die Luft ein…alles war normal…keine Atembeschwerden…keine Panikgefühle…nur müde war sie…unendlich müde…wann hatte sie eigentlich zum letzten mal richtig geschlafen?

Sie gähnte verhalten, bevor sie sich auf den Weg zur Hütte machte, in der sie die Freunde vermutete. Auf halbem Wege wurde die Tür geöffnet…

„Cathy…Sharie…“ rief Thora erleichtert und winkte. Sie lief auf die Freunde zu und umarmte beide. „Was bin ich froh, euch wohlbehalten wieder zusehen!“

„Thora…“ kam es von Sharie…“Ich hätte nicht gedacht, dass du zurückkommst, denn Überraschungen sind bei dir nichts Neues!“ Doch ihre anfangs finstere Mine hellte sich zusehends auf.

„Ich habe dir doch gesagt, Sharie, dass sie wiederkommt…schließlich hat sie doch hier alles liegen und stehen lassen…“ erwiderte Cathy trocken. „Ich vermute, dass du deine Gründe hattest, Thora? Aber wo ist unser Schützling…?“

Thora sah Cathy in die angstvoll geweiteten Augen und drückte beruhigend ihren Arm. „Mach dir keine Sorgen, Cathy. Ich habe gut für ihn gesorgt und er hat nun große, starke Freunde, die ihn viel besser versorgen können als wir. Lasst uns ins Haus gehen, dann erzähle ich euch alles…“ Wieder gähnte sie unterdrückt und hob die schweren Augenlider…“Ich habe auch eine zweite Platte organisiert…fragt mich jetzt nicht, wie…ich denke aber, dass wir damit nun etwas beweglicher sind. Hätten wir von Anfang an zwei besessen, hättet ihr mir leicht folgen können.“

Sie streckte Sharie die neue Metallplatte mit den verschlungenen Linien hin, die sie vorsichtig in die Hand nahm und prüfend betrachtete. Das hätten wir mit Sicherheit…du Weltenflüchtling…! Wo du bist…sind Aufregungen garantiert.“

„Sei doch froh darüber, Sharie…“konterte Thora…“so hast du immer Action und deine Nerven werden trainiert. Das ist doch auch was…!“

„Siehst du, Cathy…wie es mir geht? Verstehst du jetzt, warum ich mal alles rausbrüllen musste? Sie will mich…Thora…was ist? Hast du was?“ Erschreckt hielt Sharie inne und musterte die Freundin besorgt.

„Ach Kinder…ich bin nur müde…so furchtbar müde…“ Wieder gähnte Thora hinter vorgehaltener Hand und die Tränen liefen aus den geröteten Augen. Mit schleppenden Schritten betrat sie Cathys behelfsmäßiges Heim.

„Wie gemütlich es hier ist…“ fast liebevoll richtete sichThora den welken Blätterhaufen auf dem einfachen Lager zurecht, setze sich stöhnend auf die harte Kante, zog mühsam die Beine hoch, rollte sich mit dem Gesicht zur Wand ein und nur wenig später verrieten tiefe Atemzüge, dass Thora sich im Reich der Träume befand.

Fassungslos starrten Sharie und Cathy auf die zufrieden schnurchelnde Thora….

„Hmm, Sharie…ich schätze, sie braucht es jetzt. Lassen wir sie schlafen!“

„Sicher wird sie müde sein…nur…ich weiß nicht so recht…das bin ich von ihr nicht gewohnt. Sie ist immer mit wenig Schlaf ausgekommen. Es war eigentlich immer umgekehrt…ich habe geschlafen und sie hat gewacht…“ Mißtaurisch ruhte Sharies Blick auf Thora…

„Komisch…“ murmelte sie leise.

Unschlüssig drehte sie die Metallplatte, die den Weg zur Schatzkammer der Welten freigab, in der Hand…


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BeitragVerfasst: 14.12.2005 - 11:07 
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„Meinst du wir könnten eine Blick drauf werfen ?? Eigenartig das hab ich nicht bedacht Sharie. Irgendwo hier muss es eine Raum geben oder ein Buch um uns zu ermöglichen hin und her zu reisen.“ Ihre Neugier war gross. Cathy fuhr mit andacht über die Platte, fein säuberlich darauf bedacht nichts zu berühren. Sie fragte sich aber dauernd warum die KI von Thora und Sharie nichts empfangen hatten. Irgendwie musste sie ihre eigene reparieren.

Sie beide waren jetzt zwei volle Tage ohne Thora hier in dieser Bergnebelwelt gewesen und hatten fleissig erkundet, Wasser geholt, Nahrung gesucht , aber nichts deutete darauf hin das es hier ein verborgener Raum oder eine Höhle gab. Nur der Steinkreis deutet von den Ankünften in diese Welt. Das kleine Blockhäuschen reicht kaum für zwei Personen, geschweige dann für drei. Aber sie liessen Thora schlafen, ihren wohlverdienten schlaf und beide wussten nicht so recht warum.

„Sharie kannst du mir helfen meine KI zu reparieren ? Hast du ein kleines Glas dabei um meines zu ersetzten ?“

Sie kramten beide in den Rucksäcken herum und fanden das Fernrohr von Sharie. „Ah hiermit könnte es funktionieren.“ meinte Sharie und vorsichtig entfernten sie ein Glas daraus.

In der Zwischenzeit versucht Cathy ihr zerborstenes Glas aus der KI zu entfernen, was sich als schwieriger erwies als sie dachte. Mit viel Geduld löste sie die den Ring der die KI und das defekte Glas zusammenhielt , fast wären ihr sämtliche Einzelteile die darin enthalten waren auf den Boden gefallen. Ihre Hände arbeiteten unermüdlich , natürlich passte das Glas nicht und war um wenige Millimeter zu gross. Sie versuchte es mit ihrem Forscherwerkzeug und kramte nach aussichtslosen versuchen aus ihrem Rucksack eine kleine Nagelfeile. Die arbeit war zermürbend und gar nicht so einfach. Immer wieder versuchte sie das Glas einzulegen , feilte hier ein wenig daran herum und da. Nach einigen Stunden mühsamer arbeit bei der Sharie ihr vorwiegend zuschaute und immer mehr erzählte was sie mit Thora erlebt hatte.

„Ihr habt einen Punkt gesehen bevor ihr hier her kamt ? War es der einzige ? Und dann habt ihr mich getroffen ? Eigenartig und unheimlich! Dann muss diese Schatzkammer ein heimlicher Beobachtungspunkt sein. Habt ihr noch andere Punkte auf den Weltentücher gesehen “

Endlich der Ring passte. Die KI war zusammen gesetzt und Cathy versuchte sie zu aktivieren. Nichts passierte. Das Bild blieb finster.

„Ah ich hab eine Idee, ich schick dir mal Versuchsweise eine Einladung.“ meinte Sharie. Sie tipperte in einer Geschwindigkeit bei der es Cathy fast übel wurde, eine Nachricht ein und verschickte sie auch gleich.

Nichts passierte. Deprimiert verlautete Cathy das sie ihre KI wohl zum Fenster rauswerfen könnte, denn es erweckte in ihr den Eindruck das auch die Mechanik defekt sein musste.

„Wenn du sagst du hast was empfangen dann kann doch nichts anderes defekt sein ?“ meinte Sharie und blickt argwöhnisch auf beide KI.

„Ihr seit das nicht gewesen ja ? Mit Sicherheit habt ihr mir nichts versucht zu schicken ? Wer kann das gewesen sein ?“ Ihre Gedanken überschlugen sich. Hatte die Gilde der Bewahrer eine neue Aufgabe für sie bereit ? Es machte ihr Angst und doch war ihre Neugier gross. Wenn die es waren, würde sie einfach nicht zurück kehren, nein lieber blieb sie hier und vergass ihr tun was sie bis jetzt angestellt hatte. Oder war es aus der Welt ihrer Schwester, ging es ihr nicht gut ? Dann musste sie irgendwie zurück.

Sie unterbreitete ihre Gedanken Sharie und schaute verzweifelt auf ihre KI. Ich hole noch Holz Sharie und befreie meine Gedanken von dieser Idee die ich eben hatte.

Eilig , fast zu eilig raffte sie sich auf und verschwand nach draussen. Es gab nicht mehr viel Brennholz und so rief sie Sharie noch nach das sie in den Wald gehen würde. Ihre Schritte glitten dahin , fast lautlos machte sie sich auf den Weg, immer noch tief in ihren Gedanken versunken. Sie bog rasch gen Wald zu und sammelte genügend Holz um eine weiter Nacht hier zu verbringen. Die Sonne verschwand wieder in hinter den Wipfeln der Bäume und kündete eine baldige Nacht an. Leicht kam sie von ihrem Weg ab und kehrte an der Stelle aus dem Wald wo sie die Steine zu einem Kreis geformt hatte. Eindeutig sah sie die frischen Fussstapfen von Thora im Kreis und fragte sich eben wieder wie man sonst noch aus dieser Welt gelangen kann als ihre KI anfing zu leuchten. Erschrocken liess sie das Holz fallen und starrt wie gebannt darauf. Das Bild formt sich zu einer eigenartig verzehrten Art, das Cathy erstmals alles vergessen lässt. Langsam nimmt ihre KI Gestalt an und sie kann zwei nicht angeschaute Nachrichten darauf erkennen.

Eine ist eindeutig von Sharie und eben Heute verschickt, die andere lässt ein Datum erscheinen welche schon vor mehr als einer Woche abgeschickt wurde. Hitana war der Name , sie konnte sich aber nicht an jemanden erinnern der genau diesen Namen trug. Also muss es jemand sein der von der Gilde war oder jemand der bei ihrer Schwester war. Ihre Hände zitterten beim Gedanken daran und nur mühsam konnte sie die Nachricht öffnen.....


Forscherkollegen, wo immer ihr seid, ich brauche Hilfe! Mein Name ist Hitana und ich bin eine neue Forscherin. Ich befinde mich in der Gefangenschaft eines gefährlichen Mannes! Ihr müsst mir unbedingt helfen; ich weiß nicht was er mit mir tun könnte.
Ihr benötigt einen Sendersucher. Reist in die Wüste und sucht nach einem Sender mit einer Plakette darauf! Habt ihr ihn gefunden, so haltet Ausschau nach einem Flimmern am Boden. Das ist ein Dimensionstor in eine Nadelbaumwelt. Benutzt das Tor und sucht in der Nadelbaumwelt die kleine Holzhütte. Dort habe ich einen Hinweis hinterlegt. Benutzt im Verbindungsraum das Tor zu der Höhle mit den Steinformationen (malt das Zeichen für die Höhle mit den Steinformationen im Verbindungsraum nach). Sucht in den Höhlen nach einer Steinformation mit einem Loch. Eine Steinplatte weist euch den Weg zum nächsten Verbindungsraum. Benutzt das Tor zu der großen Festung (derselbe Weg wie im ersten Verbindungsraum). In der Festung müsst ihr sehr vorsichtig sein, weil dort die Dienerschaft des Mannes herumläuft. Vielleicht könnt ihr sie für euch gewinnen. Im unteren Geschoss auf der linken Seite hinter der letzten Tür ist mein Gefängnis. Mehr kann ich euch jetzt nicht sagen! Bitte helft mir!!!

Verdutzt blieb sie wie angewurzelt stehen und rief nach Sharie und Thora, nein sie schrie nach ihnen. Unfähig sich zu bewegen aus Angst das ihre KI wieder den Geist aufgibt wartete sie auf beide. Sharie kam nach wenigen Sekunden aus den Häuschen gedüsst und rannte wie gebannt zu Cathy.

„Hat dich was gestochen ? Bist du gestürzt? Tut dir was weh ?“

Zittrig und mit fast wispernder Stimme sagt Cathy: „ Nein schau meine KI“..............

_________________
Ehe Du über andere Menschen urteilst, zieh Dir seine Schuhe an und lauf seinen Weg


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