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BeitragVerfasst: 14.02.2007 - 16:02 
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Auf Menollys Relto

Sie sah sich noch einmal um.
Ihr war klar das sie für längere Zeit nicht mehr hier her kommen würde, aber das machte ihr nicht so viel aus.
Es wartete viel neues auf sie.
Menolly war sich noch nicht sicher ob sie es schaffen würde den Frieden auf Peihol zu sichern, aber sie würde alles dafür tun.
Sicher, es gab immer noch einige Menschen die sich dagegen sträubten, aber am ende würde die Vernunft Siegen, dessen war sie sich ganz sicher!

Sie legte ihre Hand auf das Buch nach Peihol.

Vamir erwartete sie schon. Gut das du da bist. Die Versammlung sollte gleich anfangen.
Ich hoffe nur das es diesmal keine Tumulte geben wird!

Menolly sah ihn nur kurz an.Nun ist es an dir mir zu Vertrauen!

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BeitragVerfasst: 14.02.2007 - 16:50 
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Hitana und Sharie waren noch in Peihol geblieben, um sich etwas zu erholen. Hitana war mit Navret in das Dorf der Trevat gegangen und Sharie hatte sie begleitet, da sie nicht alleine sein wollte. Menolly war indes stark beschäftigt, da sie sich um die Erhaltung des Friedens in Peihol kümmern musste.

Kurz nachdem sie bei den Trevat angekommen waren, hatte Navret Hitana einen Heiratsantrag gemacht. Natürlich hatte sie sofort ja gesagt, doch für die Feier mussten noch einige Dinge geregelt werden. Sharie war bereits eingeweiht und Hitana hatte auch jemand zu den Gerzuh geschickt, um Menolly Bescheid zu geben.

Die Trevat hatten inzwischen ihr Dorf wieder halbwegs aufgebaut und begannen jetzt mit den Vorbereitungen. Jetzt da Frieden in Peihol herrschte, durfte Navret auch hingehen wohin er wollte. Und da Hitana unbedingt nach D'ni zurückwollte, würden sie nur für die Feiern in Peihol bleiben.

Wann immer sie Zeit hatte, führte Hitana Navret in die Geschichte der D'ni ein und bereitete ihn auf diese völlig andere Welt vor so gut es ging. Schließlich war alles bereit und alle hatten sich zu einer kleinen Feier eingefunden. Hitana trug ein hübsches, weißes Kleid und einen Blumenkranz und Navret hatte einen Anzug an. Die Zeremonie und die Feier danach dauerten nicht lange und danach gab es einen tränenreichen Abschied von Sharie und Menolly.

"Viel Glück hier in Peihol!", sagte Hitana zu Menolly und umarmte sie herzlich. Dann wandte sie sich zu Sharie und sagte: "Wir werden uns sicher irgendwann wiedersehen! Ich wünsche dir alles Gute mit Unal!"

Sharie, Menolly und die anderen winkten ihnen nach, als Hitana Navret das Verbindungsbuch zu ihrem Relto hinhielt und erst er und dann sie verschwanden. Dort liebten sie sich langsam und genussvoll, trieben auf den Wellen der Liebe sanft dahin und träumten einer wundervollen, gemeinsamen Zukunft entgegen...


Anmerkung
Die Hitana-Figur ist jetzt im Urlaub. Sie wird für eine Weile keine Figur des RPG mehr sein. Ob sie wiederkommt ist ungewiss, doch eine neue Figur wird bald auf der Bildfläche erscheinen...

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Hitana Mikoyan (SL) , Hitana Jadurian (GW)


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BeitragVerfasst: 15.02.2007 - 17:00 
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Luana bllickte erstaunt um sich. Endlich war sie da! Doch wo genau? Das Bild, das sie im Buch gesehen hatte, glich der Umgebung überhaupt nicht. Da waren Wälder gewesen und eine Ansiedlung, mit einem Torbogen. Hier lagen überall Trümmer, Steinblöcke und Holzstämme versperrten den Weg. Sie strich sich eine Strähne hinters Ohr und musste niessen.
"Staubig ist es hier!" dachte sie. Sie bemerkte, dass da wohl vorher eine Strasse gewesen sein musste, denn die Trümmer gaben eine gewisse Richtung vor. Hinter ihr reckte sich eine steile Felswand in die Höhe, oben sah sie einzelne Bäume stehen. Rechts hinter den Trümmern standen ebenfalls Felsen und links musste wohl eine Wiese gewesen sein, die jetzt mit Schlamm und Geröll bedeckt war.
"Na gut, dann eben den Trümmern nach!" entschied sie sich. Sie begann der Strasse zu folgen. Der beschwerliche Weg führte sie in einem Bogen der Felswand entlang. In einiger Ferne sah sie plötzlich einen Torbogen stehen. Ob das wohl der vom Bild war? Sie konnte es nicht genau sagen. Sie steuerte darauf zu und sah, dass er noch fast intakt war. Nur der linke Sockel hatte einige Risse.

Sie blieb einen Augenblick stehen, um auszuruhen. Der Rucksack schnitt ihr in die Schultern und der Schweiss lief ihr in Tropfen von der Stirn. Sie ging weiter, jetzt begann es abwärts zu gehen. Nach einer Viertelstunde Marsch, machte sie eine Pause. Sie lehnte sich an einen Stein und stützte den Rucksack ab. Plötzlich hörte sie ein knirschen und brummen! Es kam von oben! Sie hob den Kopf und riss die Arme instinktiv hoch. Dann wurde sie von einem Greifarm gepackt und hochgehoben!
"Oh mist!" schimpfte sie. Das konnte nur ihr passieren! Immer wieder geriet sie in Schwierigkeiten! Der Greifarm hielt sie in Hüfthöhe fest und drückte unbarmherzig zu. Sie begann ihn abzutasten. Sie neigte sich ein wenig nach vorn und berührte ihn mit den Händen. Langsam fuhr sie an den Seiten entlang. Da waren Symbole, Ritze und Löcher im Stein. War es Stein, das sie festhielt? Egal, jedenfalls war es hart und unbequem.

Sie strich ein paar mal regelmässig über ein paar Rillen, und plötzlich setzte das Brummen wieder ein! Es ruckelte ein paar mal, dann senkte sich der Arm und setzte sie hart auf den Boden und gab sie frei! "Uff, das war ja knapp, " stöhnte Luana und rieb sich die schmerzenden Hüften! Sie trat rasch weg vom Stein und drehte sich um. Tatsächlich ragte der Greifapparat in einem Bogen in die Höhe. "Dass ich den nicht gesehen habe!" wunderte sie sich. Aber sie war wohl zu beschäftigt, über die Trümmer zu steigen, dass sie einfach nicht auf die Umgebeung geachtet hattte.
Erneut sah sie sich aufmerksam um. Die Geröllwiese hatte sich in einem Bogen gesenkt, und unten am Fusse des Hügels war ein Bach. Luana beschloss, zu ihm zu wandern und dort die Nacht zu verbringen.

Langsam machte sie sich auf den Weg!

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BeitragVerfasst: 18.02.2007 - 17:44 
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Sharie hatte unsagbare Sehnsucht nach Hause zu gehen . Nur eine kurze Zeit der Ruhe wollte sie sich gönnen um dann mit weiteren Forschungen der Höhlen die in ihrem Heimatland entdeckt wurden fortzufahren.

Wie immer fiel ihr der Abschied nicht leicht , aber dieses mal wusste sie daß sie die anderen wieder sehen würde .Sie wusste nicht wieso , aber sie fühlte es .

Zu Hause angekommen legte sich Sharie erstmal in ihr Bett und genoss die Ruhe die diese Welt , ihre Heimat , ihr bot . Am Abend wollte sie Unal überraschen und dafür wollte sie fit sein .

Unal freute sich natürlich riesig als er Sharie sah und die beiden verbrachten einen netten Abend in einem Gasthaus . Natürlich wollte Unal alles wissen und Sharie erzählte von Peihol und von dem Krieg der Völker , der nun endlich beendet war .

So So , und wann stellst du mir deine Weggenossen mal vor, fragte Unal als Sharie mit ihren Erzählungen am Ende war und müde gähnte

Schon bald wenn du möchtest. antwortete Sharie Ich glaube das wir uns bald alle wieder sehen werden .

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BeitragVerfasst: 21.02.2007 - 09:04 
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Menolly lag noch lange wach. Es war komisch plötzlich nicht mehr ihre neuen Freunde um sich zu haben!
Die Versammlung verlief schwierig, aber erfolgreicher als sie erwartet hatte. Allerdings wünschte sie sich eine kleine Verschnaufpause.

Vamir weckte sie sanft am nächsten Morgen. Sie hatte das Gefühl gerade mal fünf Minuten Geschlafen zu haben.
Wie wäre es mit einem ausgiebigen Frühstück und dann zeige ich dir mal die Gegend hier!? Er lächelte sie an.
Auf einem Tisch standen alle leckeren Dinge die er auftreiben konnte.Oh je, das reicht ja für eine ganze Mannschaft!
Sie musste lachen. So wurde sie schon lange nicht mehr Verwöhnt und sie genoss es in vollen Zügen.

Der Vormittag ging viel zu schnell vorüber. Vamir zeigte ihr das Umland und beantwortete geduldig all ihre Fragen.
Zum Schluss nahmen sie noch ein Bad in einem kleinen See.
Ich denke wir sollten uns auf den Rückweg machen, sonnst werden sie noch eine Suchmannschaft aufstellen.

Menolly staunte nicht schlecht als sie feststellen musste das Vamir keinen Scherz gemacht hatte. Das halbe Dorf machte sich schon bereit nach ihnen zu suchen!
Nachdem sie die Gemüter beruhigt hatte, war sie wieder damit beschäftigt Streitigkeiten zu schlichten.
Nach einem langen Nachmittag rief sie die Dorfoberren zusammen. Wir müssen uns eine Gerichtsbarkeit zusammen stellen! Ich kann nicht ständig für alles da sein! Ihr müsst euch jeweils einen aus jedem Dorf überlegen, der Ehrlich, Gerecht und Geduldig ist. Nun wurde natürlich wieder Diskutiert. Menolly fühlte sich einfach nur Überfordert, aber das sagte sie natürlich nicht.

Am späten Abend, als sie sich in ihrem Zimmer ausruhen wollte, trat eine Frau ein. Ich dachte du möchtest vielleicht die Sachen sehen die deine Mutter hier gelassen hatte. Es gibt eine kleine Hütte, für den ich den Schlüssel aufbewahrt habe. Nun übergebe ich ihn dir. Menolly war viel zu Erschöpft um aufgeregt zu sein.

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BeitragVerfasst: 23.02.2007 - 18:13 
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Auf Navarra

Garlan beschattete seine Augen mit einer Hand und sah sich um. Die Ruinenstadt unter ihm schien immer größere Ausmaße anzunehmen, je mehr sie davon ausgruben. Es freute ihn wie eifrig alle arbeiteten und versuchten das Geheimnis des unbekannten Volkes zu lüften, das hier vor langer Zeit gelebt haben musste.

Dies war die zweite Expedition unter seiner Leitung und er war schon sehr bekannt durch seine großartigen Funde geworden. Er hatte das Amt des Expeditionsleiters für archäologische Ausgrabungen vor 7 Jahren übernommen, kurz nachdem sein Mentor, Freund und vorheriger Expeditionsleiter Cemor gestorben war.

Archäologie war eine der interessantesten Wissenschaften auf Navarra geworden, nachdem Bauarbeiter in der Hauptstadt Lonariha alte Grundsteine gefunden hatten, die eindeutig nicht von den Bewohnern der Insel stammten. Seitdem versuchten Forscher und Abenteurer das Geheimnis eines rätselhaften Volkes zu lüften, welches hier einst gelebt haben musste.

Cemor war vor allem durch sein revolutionäres Denken bekannt worden. Er war der erste Expeditionsleiter gewesen, der sich aus Lonariha entfernt hatte und im "wilden" Südwesten Navarras angefangen hatte nach Ruinen zu suchen. Allen Ungläubigen zum Trotz hatte er tatsächlich Ruinen gefunden und Garlan führte nun seine Arbeit fort.

Der Südwesten galt als Wildnis, doch ausgerechnet hier schienen sie auf eine richtige Stadt gestoßen zu sein. Wie sollte man sich sonst die Ausmaße erklären, die dies alles inzwischen angenommen hatte? Doch noch immer war es den Forschern ein Rätsel, wer dieses unbekannte Volk gewesen war.

Drei Arbeiter kamen zu Garlan. Einer von ihnen hielt eine reich verzierte Kiste in der Hand. "Wir haben hier etwas gefunden, dass Ihr euch ansehen solltet, Meister Todana!", sagte der Kistenträger und stellte die Kiste vor Garlan ab.

Garlan kniete sich hin und strich über die Kiste. Sie war aus dunklem Edelholz und hatte wunderschöne Schnitzereien. "Wo habt ihr die gefunden?", fragte er die Arbeiter. "In den Ruinen des großen Hauses, Meister. Sollen wir sie aufstemmen?" "Ja, aber seid vorsichtig! Allein die Kiste ist ein großartiges Artefakt!"

Die Arbeiter führten seinen Befehl aus. Alle warteten mit Spannung darauf, was in der Kiste sein würde. Dann war sie geöffnet und sie schauten alle äußerst verwundert drein. In der Kiste lag ein Buch. Es hatte einen sandfarbenen Einband und war relativ dick.

Garlan stand wieder auf, ohne sich das Buch genauer anzusehen und sagte zu den Arbeitern: "Gut gemacht! Sucht weiter in den Ruinen des großen Hauses, ob es dort noch mehr interessante Sachen gibt!" Die Arbeiter schienen einen Moment zu zögern, da sie wissen wollten was in dem Buch stand, doch dann gingen sie. Sie hätten sich niemals einem Befehl ihres Meisters widersetzt.

Garlan trug die Kiste eigenständig in sein Zelt, um sich das Buch in Ruhe anzusehen. Er nahm es vorsichtig aus der Kiste, legte es auf seinen Schreibtisch, setzte sich und schlug es auf. Erstaunt riss er die Augen auf, als ihm eine Art "Bild" auf der rechten Seite entgegenleuchtete.

Fassungslos starrte er das Bild an. Es zeigte eine sandige Landschaft, die recht trostlos aussah. Das es eine Wüste war konnte Garlan nicht wissen, da Navarra eine völlig begrünte Insel war und er somit keine Wüsten kannte. Langsam wanderte seine Hand zu dem Bild. Er berührte es und spürte ein seltsames Kribbeln, worauf er die Hand sofort wieder wegzog.

Er sah das Bild stirnrunzelnd an und fragte sich warum ein Bild ein Kribbeln in seiner Hand auslöste. Das Bild sah unglaublich realistisch aus; nicht so wie die Malereien, die er kannte. "Was ist das?!", murmelte er. Unschlüssig stand er auf und lief auf und ab, wobei sein Blick auf das Buch gerichtet blieb.

Sein rationaler Verstand fand keine Erklärung für das Kribbeln, aber seine Neugier ließ ihn nicht mehr los. Hastig setzte er sich wieder und berührte das Bild noch einmal. Das Kribbeln wurde stärker und stärker und dann merkte er mit Schrecken, dass er sich nicht mehr lösen konnte! Etwas hielt ihn, zog ihn und langsam kamen die Seite und das Bild näher.

Er bekam es mit der Angst zu tun, was sonst nicht seine Art war, aber jetzt geschahen einfach zu viele unrationelle, verwirrende Dinge! Er fühlte sich furchtbar; als ob man ihn auseinander riss und dann wieder zusammenfügte. Dann landete er unsanft im Sand und blieb erstmal eine Weile so liegen...

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BeitragVerfasst: 25.02.2007 - 16:06 
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Luana blickte sich im Weitergehen aufmerksam um. Ob der Bach diese Geröllhalde verursacht haben kann? fragte sie sich. Sie kannte solche Bilder der Zerstörung nur vom Fernsehen, von Überschwemmungen und Erdbeben. Aber der Bach fliesst ja viel weiter unten durch, der kann doch gar nichts dafür... überlegte sie weiter. Ob der Lauf des Baches so stark verändert worden war?

Sie war dem Bach mittlerweile immer näher gekommen, sie konnte ihn schon rauschen hören. Der Weg wurde wieder beschwerlicher, sie kam nur langsam voran, auch weil sie die Müdigkeit nun deutlich bemerkte.

Hier war es sehr schlammig, die Kruste, die sich gebildet hatte brach, schnell auf. War wohl doch keine gute Idee, hier unten lagern zu wollen! schimpfte Luana vor sich hin. Die Konzentration liess einen Moment nach, als sie ihrer Stimme hinterher lauschte. Es machte Wumms und sie lag im Schlamm, der nun ihre hübsche blaue Jeans "zierte". Na, toll, auch das noch! motzte sie wieder einmal los, und besah sich ihre Hose.

Dann stand sie endlich am Ufer des Baches. Das Wasser war kristallklar, so klar, dass sie den Grund erkennen und die kleinen Kieselsteine, die in bunten, leuchtenden Farben schillerten betrachten konnte. Ab und zu lagen grosse Felsbrocken im Wasser, bei denen sich kleine Strudel bildeten. Das gegenüber liegende Ufer stieg sanft an, doch je weiter sie nach links hinauf blickte, desto steiler wurde es. Auf der anderen Seite erkannte sie einen Hügel, mit einigen Büschen und Bäumen.

Luana entschied sich, dort die Nacht zu verbringen. Sie beugte sich hinunter und zog ihre Schuhe und die knallbunten Strümpfe aus. Sie band die Schuhe aneinander und henkte sie sich um den Hals. Dann rutschte sie das Ufer hinunter, verharrte kurz und hüpfte dann kurzerhand ins Wasser, und gelangte mit ein paar Sätzen ans andere Ufer.

Sie behielt die Schuhe gleich um den Hals und ging auf den Hügel zu. Barfuss lief sie durch das weiche, zartgrüne Gras und hatte plötzlich unheimlichen Spass an ihrem Abenteuer. Wenn mich jetzt meine Mutter sehen könnte, so nass und schlammverschmiert... Sie musste plötzlich lachen, als sie ihr Gesicht vorstellte. Sie gelangte zu den ersten Bäumen und betrachtete sie neugierig. Entäuscht stellte sie fest, dass sie nicht anders aussahen, als die zu Hause. Braune, rissige Rinde, grün gefärbte Blätter. Wie halt Bäume so aussehen! dachte sie trotzig.

Sie ging weiter und die Bäume verdichteten sich. Es ging stetig aufwärts und obwohl das Laubdach dicht geschlossen war, schien die Sonne hell auf den Weg. Luana ging neugierig weiter, sie war gespannt, was da noch so kommen würde. Am höchsten Punkt des Hügels, lag eine kleine Lichtung. Die Aussicht war zwar etwas gering, da die Bäume hoch in den Himmel wuchsen, dennoch war es wunderschön da oben.

Luana richtete ihr Lager ein. Sie sammelte Steine und ordnete sie zu einem Kreis, in dem sie ein Feuer anfachte. Lange Zeit blieb sie sitzen, starrte ins Feuer und dachte nach. Wie genau bin ich hierher gekommen? Wo bin ich? Was jetzt? Wie komme ich zurück? Reicht mein Vorrat an Lebensmitteln? All diese Fragen beschäftigten sie. Bis jetzt schien es, als ob ihre Ausrüstung ausreichend wäre, aber wer konnte sagen, was morgen sein würde? Sie hatte doch nur einfach fort vom Alltagstrott gewollt. Sie breitete schliesslich den Schlafsack aus und schlüpfte hinein. Sie legte den Kopf auf den Rucksack und blickte zum Himmel hinauf. Wo sind die Sterne denn?

Langsam schlief sie ein.

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BeitragVerfasst: 02.03.2007 - 08:07 
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Sharie genoss die Anfängliche stille und Ruhe sehr doch schon bald Langweilte sie sich . Die Narben waren verheilt und ihre Gesundheit komplett wieder her gestellt .

Unal hatte sie so Umsorgt , das sie nun wieder das Gefühl hatte, Bäume ausreißen zu können . Leider musste er nun schon wieder fort um seine Studien fort zu setzten , aber er würde schon bald wieder kommen !!

Natürlich viel der Abschied schwer und sie hätten sich noch Stundenlang im Arm liegen können, aber was sein musste, musste sein !!

Sharie saß gerade auf der Bank vor dem Haus als sie eine Nachricht erreichte , in der geschrieben stand .......

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BeitragVerfasst: 03.03.2007 - 09:09 
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Nach einer Weile stand er langsam auf und fegte sich den Sand von der Kleidung. Mit zusammengekniffenen Augen sah er sich um und dachte:
"Das kann unmöglich wahr sein!" Die Landschaft, in der er sich befand glich dem Bild im Buch harrgenau und jetzt war er hier.

"Das muss eine Halluzination oder ein Traum sein!", sagte eine Stimme in ihm.
"Wie kommt es dann, dass ich den Sand und die Hitze spüre?", fragte eine andere Stimme in ihm.
"Wie zum Teufel könnte ich hergekommen sein?! Und wie komme ich wieder nach Hause?", fragte eine dritte Stimme in ihm.
"Wenn ich jetzt anfange Stimmen zu hören, werde ich noch shizophren!", murmelte er bei sich und schüttelte den Kopf, um diese Gedanken loszuwerden.

Egal ob es nun eine Halluzination oder ein Traum war, es wirkte ziemlich wirklich. Sein Durst war wirklich und sein aufgrund der Hitze zermatertes Hirn war wirklich, also musste er einen schattigen Platz und Wasser finden. Er hoffe, dass es sowas hier gab, erhob sich und machte sich auf den Weg.

Zum Glück hatte er leichte Sachen und Stiefel an. So kam er gut voran, doch in der Hitze konnte er nicht schnell laufen. Nach vielen Stunden blieb er verschwitzt stehen und sah sich um. Die Wahrscheinlichkeit das es hier irgendwo Schatten oder Wasser gab schwand. Er war nach wie vor von den unendlichen Sandweiten umgeben.

Er sah zum Himmel in der Hoffnung Wolken zu sehen, die von Regen kündigen könnten, doch der Himmel war eine einzige blaue Fläche. Einige seltsame Vögel zogen ihre Kreise und ihr heiseres Kreischen war bis hier unten zu hören. Garlan wandte sich wieder ab und ging weiter.

Irgendwann stolperte er nur noch durch den Sand und fiel dann entgültig hin. Er glitt in einen dämmernden Zustand und spürte nichts mehr. Schließlich wurde er davon wach, dass es furchtbar kalt geworden war. Er setzte sich auf und sah sich um. Es war Nacht und es war kalt.

Er wollte gerade die Knie an den Oberkörper ziehen, als er die vielen Insekten auf seinen Beinen sah. Schaudernd fegte er sie schnell herunter.
Er wusste ja nicht, ob sie giftig waren. Außer den Insekten gab es noch einige andere Kleintiere, die sich nun herumtrieben, doch keines hatte sich an Garlan herangewagt.

Er zog zitternd die Knie an und blieb so. Wenn er nicht wollte das die Insekten wieder auf ihm herumkrabbelten, dann musste er wach bleiben. Das war zwar nicht einfach, doch er schaffte es. Am nächsten Morgen beobachtete er staunend den Sonnenaufgang und ging dann weiter. Seine Erschöpfung nahm immer mehr zu und irgendwann konnte er es nicht mehr verhindern, dass er wieder hinfiel. Doch diesmal waren ihm die Insekten egal. Er blieb so liegen.

In seinem dämmernden Zustand glaubte er plötzlich Schritte zu hören. Dann sah er auf und erblickte eine dunkle Gestalt. Die Gestalt legte irgendetwas auf den Boden in Garlans Nähe und sagte dann: "Löst das Geheimis der verlorenen Stadt!" Garlan stöhnte und streckte einen Arm nach der Gestalt aus, doch diese verschwand so plötzlich wie sie erschienen war.

Viele Stunden später wachte er auf und fand seltsame trockene Pflanzen um sich herum. Er griff danach, drehte es, roch daran, leckte kurz daran, zuckte dann die Achseln und kaute es vorsichtig. Es schmeckte leicht süßlich und gab ihm sofort Kraft und stillte seinen Durst. Er sammelte schnell alle dieser Pflanzenreste auf und ging weiter.

Er dachte verschwommen an die Gestalt. Sie musste die Reste dahin gelegt haben. Er konnte nicht sagen, ob es ein Mensch gewesen war, aber er war ziemlich sicher, dass es keine Einbildung gewesen war. Was hatte die Gestalt doch gleich gesagt? "Löst das Geheimnis der verlorenen Stadt!"

Was hatte das zu bedeuten? Und warum hatte er in der Mehrzahl gesprochen? Garlan wusste es nicht und es spielte jetzt auch keine große Rolle. Er ging weiter, in der Hoffnung doch noch ein freundlicheres Gebiet zu finden. Er machte einen Schritt und dachte, dass sein Fuß auf dem Sand landen würde, doch dies geschah nicht.

Stattdessen spürte er ein ziehen und reißen an seinem Bein, dann drehte sich alles und kurze Zeit später landete er unsanft auf feuchtem Boden. Dasselbe Gefühl hatte er doch auch gehabt als er das Buch "benutzt" hatte! Wo war er denn jetzt schon wieder?!

Er sah sich staunend um. Er befand sich in einem grünen, feucht warmen Gebiet. Das es ein Dschungel war, wusste er nicht, da es sowas auch nicht auf Navarra gegeben hatte. Doch wichtig war nur, dass er köstlich anmutende Früchte an den Büschen sah, das er Wasser rauschen hören konnte und das er in einer angenehmeren Gegend war!

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BeitragVerfasst: 09.03.2007 - 17:26 
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Menolly sahs auf ihrem Bett und betrachtete Nachdenklich den Schlüssel. Einerseits würde sie jetzt gleich dort hin gehen, andererseits konnte sie vor Erschöpfung kaum noch gehen.
Sie entschloss sich erst zu ruhen, auch wenn sie nicht Schlaf finden sollte so konnte sich ihr Körper ein wenig ausruhen.

Nach zwei Stunden gab sie es auf. Also zog sie sich an und machte sie sich auf den Weg.
Menollys Herz schlug ihr bis zum Hals als sie die Hütte erblickte. Man konnte sehen das dort schon lange kein Mensch mehr gelebt hatte.
Was wohl einmal ein Garten war, sah nun eher aus wie ein Urwald, das Haus machte nicht den Eindruck einen leichten Windhauch zu Überleben. Sie holte noch einmal tief Luft, nahm den Schlüssel und trat zur Tür.

Nun war sie sich nicht mehr sicher ob es eine gute Idee war Nachts hierher zu gehen. Warum habe ich Dussel keine Lampe mit genommen? Sie Tastete sich vorsichtig vor. Auch von draußen konnte kein Licht hereinkommen da die Fenster mit Brettern vernagelt waren. Sie stieß heftig mit ihrem Knie an etwas Kantigem, so das ihr Tränen in die Augen stiegen. Fluchend tastete sie danach. Es war wohl ein Tisch, auf dem sie eine Kerze zu fühlen glaubte. So hoffte sie wenigstens. Streichhölzer hatte sie eigentlich immer dabei. Hoffentlich gibt es jetzt keinen Knall!

Menolly war überwältigt. Überall standen Bücher. Sie wusste nicht wo sie als erstes anfangen sollte!

Sie bemerkte noch nicht einmal das Vamir ihr etwas zu Essen gebracht hatte! Das schaffe ich nicht alleine. Aber, ich weiß wen ich mir zur Hilfe holen könnte........

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Plötzlich erwachte Luana. Erstaunt sah sie sich um. Mittlerweile war es Nacht geworden, doch der Wald leuchtete in einem feinen bläulichen Licht. Sterne waren keine zu sehen, das Feuer war erloschen. Luana hob den Kopf und versuchte sich zu orientieren, doch irgendwie sah alles ganz anders aus. Der Weg, den sie gekommen war, schien verschwunden zu sein.

Sie richtete sich nun in eine sitzende Position auf. Was hat mich denn eigentlich geweckt? Luana lauschte angestrengt in die Nacht und vernahm plötzlich ein leises singen. Es schien vom Wald her zu kommen, auf der anderen Seite des Hügels. Sie schloss die Augen, um besser hören zu können.

Es klang sanft und beruhigend. Mit einem Ruck erhob sie sich, und fiel gleich wieder zu Boden. Der Schlafsack hatte sich um ihre Beine geschlungen und hielt sie fest. Murmelnd rieb sie sich ihren Ellbogen, den sie angeschlagen hatte.

Sie strampelte sich frei, stand auf und legte ihn sorgsam hin. Dann griff sie sich einen kleinen Rucksackund packte die wichtigsten Papiere rein. Auch ein Feuerzeug und eine Taschenlampe und sonstige nützliche Dinge verstaute sie in ihm. Schliesslich marschierte sie los, dem singen entgegen. Doch nach einigen Metern verhielt sie ihren Schritt, drehte sich um und ging grummelnd und vor sich hin schimpfend zurück. Sie hatte vergessen, eine Hose anzuziehen.

Dann ging sie endlich los. Als sie beim Waldrand ankam, sah sie ein rötliches Licht durch die Blätter eines Busches fallen. Langsam trat sie darauf zu, bog die Zweige auseinander und blieb erstarrt stehen. Vor ihr befand sich ein Sockel, von zwei kleinen Scheinwerfern angestrahl und darauf lag ein Buch! Moment, so eines habe ich gefunden und bin danach hier gelandet! Sie sprach es nur zögernd aus und überlegte.

Sollte sie es berühren? Sie trat in den Schein des Lichts und blieb dicht vor dem Sockel stehen.

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Hallo Sharie ...

Sharie seufze als sie die ersten Wörter las, zwar hatte sie sich die ruhe damals gewünscht, aber ohne ihre Freundinen fühlte sie sich einsam.

Ich hoffe du hast ein wenig Ruhe gefunden und ein paar nette Stunden mit Unal verbracht ...

Abermals unterbrach sie das lesen. Wenn Sie nur wüssten wie wenig Zeit dazu gewesen war, um es richtig zu genießen. Klar war Sharie unangekündigt Heim gekommen und sie konnte nicht ahnen, das Unal so bald schon wieder weg musste, aber das die Zeit so kurz sein würde hatte wohl auch keiner geahnt.

Ich bin hier immer noch auf Peihol, und du wirst nie erraten was wir hier entdeckt haben! Eine ganze Baracke voller Bücher! Bücher so viele, das ich es toll fände wenn du kommen würdest und uns ein wenig dabei behilflich bist, sie alle durch zu sehen und zu archivieren.

Lieben Gruß, Menolly

P.S Kannst du mir ein paar Ausrüstungsgegenstände mitbringen ?? ....


Sharie grinste als sie die Einkaufsliste auf einem Zettel notierte. Sie würde mehrere Taschen brauchen als sonnst, wenn sie Anreiste.

Sofort machte sie sich an die Arbeit und räumte noch schnell das geliebte Heim auf. Muter und Vater sollten nicht sofort erkennen das sie hier war weil wieder alles herumlag oder nicht an seinem dafür "Vorbestimmten Ort" wie ihre Mutter es immer so nett beschrieb.

Als alles so weit wieder in Ordnung war setzte sie sich auf den Küchenstuhl und verfasste ihre Antwort für die Freundin

Ach wenn du wüsstest, aber das erzähle ich dir dann später. Mache mich auf den Weg in die Stadt um deine Kleine Einkaufsliste zu besorgen, lol, und werde dann in Ca. 2 Tagen bei dir sein.

Gruß Sharie


Schnell packte sie noch das nötigste zusammen und reiste dann in die Stadt ...

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Nachdem Garlan seinen Durst mit dem Wasser eines kleinen Teiches gestillt hatte, der von einem Wasserfall gespeist wurde, ging er weiter.
Er bedauerte nicht zu wissen, ob die schillernden Früchte essbar waren, denn sein Magen rumorte ordentlich. Doch er würde lieber noch etwas hungern, ehe sich möglicherweise an den Früchten zu vergiften!

Seine Skeptik und Ungläubigkeit war für einige Zeit in Pragmatismus umgeschlagen. Wenn er in einer Halluzination Durst hatte, dann musste er eben trinken, auch wenn das Wasser auch nicht wirklich war. Ein Teil seiner Selbst begann sich aber immer mehr mit dem Gedanken abzufinden, dass dies alles keine Halluzination war, so unglaublich, verwirrend und seltsam ihm das auch vorkam!

Da er nicht wusste wohin er gehen sollte, streifte er einfach durch den Wald. Das war gar nicht so einfach bei dem Dickicht. Schließlich wurde es langsam aber sicher dunkel und er begann Geräusche zu hören, die ihm nicht unbedingt gefielen. Der ganze Wald schien zu erwachen und er fürchtete sich etwas vor den Tieren, die hier möglicherweise herumstreiften.

Dann raschelte es in einem Busch nicht weit von ihm entfernt und er erblickte ein seltsames Tier mit eckigem Kopf und spitzem Maul, dass ziemlich scharfe Zähne zeigte. Sein Herz setzte kurz aus, um dann sogleich noch heftiger weiter zu schlagen. Dann drehte er sich langsam um und rannte von Panik ergriffen davon.

Das Tier verfolgte ihn nicht, doch er dachte es wäre so und achtete nicht darauf wo er hinlief. Er stolperte in vollem Lauf über eine Wurzel am Boden, schlug sich heftig den Kopf an und fiel sofort in Ohnmacht.

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Er spürte wie er durchgerüttelt wurde und murrte unwirsch etwas.
"Hey, nun wach doch mal endlich auf!", rief eine junge Frauenstimme. Garlan riss überrascht die Augen auf und blickte in das Gesicht einer recht jungen Frau mit blauen Augen und hellbraunen Haaren.
Er setzte sich heftig erschrocken auf und starrte sie ungläubig an.
Sie betrachtete ihn vorsichtig und forschend, als versuchte sie ihn einzuschätzen.

Er runzelte die Stirn. Wenn sie wirklich war dann...war das alles hier wirklich! Garlan war schockiert, durcheinander und absolut aus der Fassung, doch er fasste sich schnell wieder und fragte: "Wer bist du denn und wie bist du hierher gekommen?"

"Mein Name ist Luana und ich bin durch ein Buch hergekommen. Und wie stehts mit dir?"

"Ich bin Garlan Todana. Wie ich hierher gekommen bin weiß ich nicht genau, aber ich habe auch schon mal eines dieser "Bücher" benutzt.
Weißt du etwas über diese Bücher?"



"Nicht wirklich. Es gibt da einen Ort an dem man mehr darüber erfahren kann. Er heißt D'ni. Ich...wollte mich auf die Suche danach machen.
Hast du Lust mich zu begleiten?"


"Nun ja, ich denke das wird wohl der einzige Weg sein, der mich weiterbringt! Aber wie sollen wir diesen Ort finden?"

"Keine Ahnung. Vielleicht haben wir ja Glück und finden ein Buch dorthin!"

Garlan erhob sich und betrachte die Frau namens Luana noch einmal eingehender. Sie sah so...seltsam aus in ihrer recht unweiblichen Kleidung. Er hatte es sowieso noch nie erlebt, dass eine Frau alleine herumzog!

Gemeinsam streiften sie weiter durch den Wald, in dem es inzwischen wieder Tag geworden war. Beide schwiegen sie während der ganzen Zeit,
weil sie den anderen erst einmal einschätzen mussten und sehen mussten, ob sie einander vertrauen konnten.

Schließlich fanden sie etwas Interessantes: Ein kleines Steingebäude, dass fast völlig vom Dikicht überwachsen war! Sie traten vorsichtig und neugierig ein und fanden sich in einem kleinen Raum, der außer interessanten Zeichnungen nichts weiter zu bieten schien.

Eine große Zeichnung am Boden zeigte eine Höhle und an einem Felsen konnte man so etwas wie Gebäude erkennen. Eine kleine Zeichnung an einer der drei Wände des Raumes zeigte ein aufgeschlagenes Buch, dessen Bild dasselbe wie die Zeichnung am Boden zeigte.


"Hey, das sieht wie D'ni aus! Ich habe gehört es ist tief unter der Erde!",
rief Luana.

Garlan ging zu der kleinen Zeichnung und strich nachdenklich darüber. Plötzlich hob sich ein Teil der Wand ab und glitt beiseite. Im Innenraum lag ein aufgeschlagenes Buch und das Bild leuchtete sanft und zeigte die Höhle von den anderen Bildern.

Sieht aus, als ob wir einen Weg gefunden hätten!", sagte Luana.

Garlan sah das Buch misstrauisch an, doch es schien tatsächlich keinen anderen Weg zu geben! Bevor er die Hand dem Bild entgegenstreckte, glaubte er eine Stimme zu hören, die sagte: "Dort wirst du Antworten auf deine Fragen bekommen! Dort wirst du eine rothaarige Frau treffen, die auf dem Weg ist einem Geheimnis auf den Grund zu gehen!"

Garlan runzelte die Stirn und schüttelte verwirrt den Kopf. Dann legte er seine Hand auf das Bild und spürte wieder diese beängstigenden Gefühle...

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BeitragVerfasst: 22.03.2007 - 10:55 
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Rückblick von Luana

Als sie das Buch zum Dschungel berührt hatte, spürte sie das gleiche kribbeln und zerren wie beim letzten Mal. Sie schlug auf dem Boden auf, aber die vielen Blätter dämpften die harte Landung.

Ich hätte vorher noch meine ganze Ausrüstung holen sollen! brummte sie vor sich hin.

Dann schaute sie sich aufmerksam um. Sie war definitiv in demselben Dschungel, wie der auf dem Bild. Der Waldboden war dick mit Blättern belegt und im Moment schien es Nacht zu sein, denn die Umgebung war nur Schemenhaft zu erkennen. Sie nahm den Kompass und machte sich auf den Weg.

Nachdem sie einige Stunden vorsichtig marschiert war, stolperte sie über etwas und fiel hin. Grummelnd stand sie wieder auf und erblickte in der Morgendämmerung... einen Mann!! Er hatte helle Hosen und feste Schuhe an und sein dunkles Haar war nass vom Tau.


Gegenwart

Ok, lass es uns versuchen! sagte Luana neugierig.
Nach dir! erwiederte Garlan grinsend.
Angsthase! brummte Luana und legte die Hand auf das Bild.

Als sie in D'ni auf den Boden plumste, stand sie sofort auf und ging ein paar Schritte zur Seite. Gespannt wartete sie auf Garlan.

Es dauerte geraume Zeit, dann endlich erschien auch er.
Was hast du da noch so lange gemacht? Kaffeepause? warf sie ihm an den Kopf.
Ich habe eine Stimme gehört, die sagte, wir werden auf eine rothaarige Frau treffen und Antworten auf unsere Fragen kriegen.
Skeptisch blickte Luana ihn an.

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Viele liebe Grüsse
aus der Schweiz ;)


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BeitragVerfasst: 23.03.2007 - 18:50 
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Garlan sah Luanas Blick und bereute sofort was er gesagt hatte. Eigentlich hatte er es auch gar nicht sagen wollen. Es war ihm eher herausgerutscht und er hatte nicht darüber nachgedacht, was für Konsequenzen es haben könnte. Luana war ganz schön frech und aufgeweckt und daran musste er sich erstmal gewöhnen. Doch wichtiger war jetzt eine andere Sache: Wo waren sie gelandet?

Um sie herum war es ziemlich dunkel. Das einzige „Licht“ das diesen Ort zu erhellen schien, kam aus dem Wasser neben ihnen und war von einem seltsamen Orange. In der Ferne konnten sie ein hohes Bauwerk sehen, doch sonst nahmen sie fast nur Schemen wahr. Wieder überkam Garlan das Gefühl das dies alles nicht wahr sein konnte und doch…er roch das Wasser, spürte den Steinboden unter den Füßen und hörte seltsame Geräusche aus der Ferne.

Er machte vorsichtig erst einen, dann einige weitere Schritte und sah sich um. Es galt diesen seltsamen Ort zuerst einmal zu erkunden und wenn er der „Stimme“ in seinem Kopf glauben konnte, dann musste es hier noch andere Menschen geben mit denen sie Kontakt aufnehmen konnten. Er sah zu Luana, die noch immer einfach nur da stand und sich staunend umsah.

Kommst du? Wir sollten uns genauer umsehen! sagte er. Sie nickte langsam, schien mit den Gedanken aber immer noch woanders zu sein. Dann wachte sie auf und folgte ihm. Langsam und vorsichtig gingen sie weiter und sahen sich dabei immer wieder nach allen Seiten um. Sie kamen zu einem Gebäude, dass prächtig anzusehen war. Die Säulen, die das geschwungene Dach trugen, waren sicher mindestens 30 Meter hoch.

In dem diffusen Licht konnten sie seltsame Zeichen an der Wand unter dem Dach erkennen. Als sie einen Blick nach rechts warfen, erkannten sie außerdem eine lange Treppe die irgendwo nach oben führte. Garlan deutete auf sie und sagte: Dort sollten wir uns mal genauer umsehen. Vielleicht werden wir sogar Menschen treffen!

Luana nickte eifrig. Sie war nun genauso neugierig und tatkräftig wie Garlan und so gingen sie beide mit beschleunigtem Schritt zu den Treppen und stiegen sie hoch. Als sie die erste Plattform erreicht hatten, waren sie schon etwas aus der Puste, da die Treppe lang und etwas steil war, doch der Aufstieg hatte sich gelohnt. Von hier aus hatten sie einen viel besseren Überblick und inzwischen leuchteten ihnen einige Lampen den Weg.

Sie konnten jetzt sehen, dass unten ein ziemlich großer See war und dass das Bauwerk am Horizont eine Art Bogen war. Außerdem sahen sie, dass die Treppe weiter nach oben führte. Es sah beinahe wie eine lange Allee aus. Uff, das scheint ja ein ganz schön langer Aufstieg zu werden! meinte Luana. Garlan lächelte leicht, atmete noch einmal tief durch und ging weiter.

Luana folgte ihm und auf der zweiten Plattform machten sie wieder eine Pause. Nun konnten sie auch Stimmen und Gelächter hören und plötzlich sahen sie sich von Menschen umgeben. Diese schienen sie überhaupt nicht zu beachten, doch Luana und Garlan starrten sie völlig fassungslos an. Nachdem sie sich einigermaßen gefasst hatten, entschlossen sie sich einfach unters Volk zu mischen, um mehr über diesen seltsamen Ort zu erfahren.

Sie betraten das Gebäude aus dem die Stimmen und das Gelächter zu hören gewesen waren und fanden sich in einem Gasthaus wieder, in dem es sehr fröhlich zuging. Obwohl beide etwas eingeschüchtert waren, war es wohl das beste hier anzufangen einige ihrer Fragen zu klären!

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